DEUTSCHER MEISTER 2017

Am Sonntagnachmittag haben die Faustballer des SSV Heidenau die Sensation perfekt gemacht und sich nach 2015 und 2016 nun zum dritten Mal in Serie den Deutschen Hallen-Meistertitel in der Altersklasse Ü45 gesichert. Bei der Heim-DM gewann das Team das Endspiel gegen den MTV Rosenheim klar 2:0 (11:7, 11:5). Damit gelang ein Titel-Hattrick, der kaum einer Sportgruppe zuvor im Landkreis geglückt ist. Vor allem aber hielt man dem unterschwelligen, aber doch enormen Druck stand, in eigener Halle nach den monatelangen Vorbereitungen liefern zu müssen.

 

Nervös war man dann auch am Samstag in die Vorrunde gestartet. In der Gruppe B traf Heidenau zunächst auf den späteren Finalgegner Rosenheim. Der erste Satz zeigte noch relativ viele Fehler. In der Verlängerung sicherte man sich allerdings mit 12:10 den Durchgang. Dabei stand die gut gefüllte Halle vom ersten Ball an mit lautstarker Unterstützung hinter den Gastgebern. Mit dem Satzgewinn gab es den Brustlöser, so dass Satz zwei klar 11:3 an den SSV ging. Die beiden folgenden Partien gewann Heidenau deutlich. Gegen den SV Moslesfehn setzt man sich ebenso 2:0 durch (11:5, 11:6) wie gegen den TV Wasenbach (11:2, 11:3). Nach den Spielen der anderen Teams der Gruppe war Heidenau bereits vor der letzten Begegnung mit dem VfL Kellinghusen der Staffelsieg und der direkte Einzug in das Halbfinale am Sonntag nicht mehr zu nehmen. So wurde auf einigen Positionen rotiert, um Kräfte zu schonen. In der Folge gewann Kellinghusen 11:9, für das auch der aktuelle Bundestrainer Olaf Neuenfeld als Spieler aktiv war. Über ein 11:7 im zweiten Spielabschnitt kamen die Hausherren im Anschluss noch zu einem Unentschieden.

 

Halbfinalgegner am Sonntag wurde der schwäbische TV Ochsenbach. Dass sich dieser über einen kräftezehrenden 3-Satzkrimi hatte für das Semifinale qualifizieren müssen, wurde spätestens im zweiten Durchgang deutlich. Der SSV gewann in zwei Sätzen (11:6, 11:3). Im Finale sollte wenig später der MTV Rosenheim warten. Die Bayern hatten ihr Halbfinale nach einem Matchball gegen sich noch gedreht und 2:1 (7:11, 13:11, 11:4) gegen Leichlingen gewonnen. Auf dem Weg zum dritten Stern erarbeitete sich Heidenau in den Sätzen jeweils einen komfortablen Punktevorsprung. Zwar zeigten die erstligaerfahrenen Spieler des MTV einige spektakuläre Abwehraktionen. Am Ende ließ sich Heidenau den Sieg aber beim 11:7 und 11:5 nicht mehr aus der Hand nehmen und gewann verdient den dritten Titel in Folge.

 

Die Faustballer danken allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben: Der Stadt Heidenau mit Bürgermeister Jürgen Opitz als Schirmherrn der Veranstaltung, den Sponsoren und Förderern – vor allem dem langjährigen Partner Ostsächsische Sparkasse Dresden –, den vielen Helfern im Vorder- und Hintergrund und natürlich allen Fans für die unfassbare Unterstützung über das gesamte Wochenende hinweg. Noch nie in der über 60-jährigen Abteilungsgeschichte hat es beim Faustball Volksfeststimmung mit Vuvuzelas, Tröten und Ratschen auf den Rängen gegeben. Auch viele Sportfreunde aus anderen sächsischen Vereinen fieberten mit.

 

Das Feedback für den Gastgeber zur Ausrichtung dieser 43. Deutschen Meisterschaft fiel sowohl von der Deutschen Faustball-Liga und dem Landesverband als auch von den Besuchern und Gastmannschaften ausgesprochen positiv aus. Letztere bedankten sich teils noch am Samstagabend für das tolle Event, das von Ralf Martin als Moderator und DJ in Personalunion begleitet wurde. Kulinarisch hatte man das Team der Heidenauer Reichskrone für das Catering gewinnen können.

 

Die Freudentränen der Sieger waren längst getrocknet und der schwarz-rot-goldene Lamettaregen über dem Siegerpodest herabgegangen, als es von vielen unbemerkt noch ein weiteres Highlight gab. Eine Mannschaft auf einem der hinteren Plätze war zur Siegerehrung noch enttäuscht aufgetreten. Nach der Übergabe der Teilnehmermedaillen und der DM-T-Shirts für alle Sportfreunde war es dann genau dieses Team, das sich mit den umgehängten Medaillen noch einmal strahlend zu einem Mannschaftsfoto zusammenfand.

 

Später am Abend trafen die beiden Finalgegner ein weiteres Mal aufeinander. Im griechischen Restaurant in Heidenau kehrte man ein, um zu feiern und gemeinsam unter anderem Udo Jürgens Welthit „Griechischer Wein“ durch die Lokalität zu intonieren. Das ist Sportfreundschaft, wie sie wohl in nur wenigen Sportarten gelebt wird.

 

Wir gratulieren den Deutschen Meistern Uwe Jänichen, Dirk Hocher, Torsten Martin, Holger Martin, Andreas Beer, Torsten Stimper, Jörg Fritzsche, Andreas Kretschmann und Harald Kaiser.


Titelseite und Leitartikel im Heidenauer Journal

Erstmals in unserer Abteilungsgeschichte sind die Faustballer auf Seite 1 zu finden. Das Heidenauer Journal ist das amtliche Mitteilungsblatt der Stadt Heidenau. Es erscheint mit einer Auflage von ca. 10.000 Exemplaren zweimal im Monat durch kostenlose Zustellung an ALLE Haushalte der Stadt.


Ungeschlagen zum Saisonabschluss

Die 1. Männermannschaft der Heidenauer Faustballer hat sich mit vier Siegen in eigener Halle aus dieser Oberliga-Spielzeit verabschiedet. Damit beendet man die Saison im Tabellenmittelfeld.

 

Das Team um Kapitän Ronni Schulze startet zunächst mit einem sicheren 2:0 (11:5, 11:9) gegen die SG Waldkirchen. Enger gestaltete sich im Anschluss die Begegnung mit dem SV Kubschütz II. Zwar gewann man den ersten Durchgang noch relativ deutlich 11:5. Allerdings kamen die Randbautzner in der Verlängerung des zweiten Satzes über ein 14:12 zum Ausgleich. Ein 11:6 im dritten Spielabschnitt brachte danach für den SSV die Entscheidung.

 

Auch die Partie gegen den SV 1861 Groitzsch sollte über die volle Distanz gehen. Am Ende setzte sich erneut Heidenau mit 11:3, 6:11 und 11:6 durch. Letztlich konnte der Spieltag mit 8:0 Punkten beendet werden, da die Mannschaft gegen den SSV Blau-Weiß Gersdorf mit 2:0 (11:8, 11:7) ebenfalls als Sieger vom Feld ging.

 

Für Heidenau spielten: Ronni Schulze, Jan Schulze, Uwe Jänichen, Hagen Fischer, Martin Leichsenring, Lars Vogt, Jörg Fritzsche und Torsten Martin.


Jetzt für Faustballer bei der Sportler-Umfrage abstimmen

In der Kategorie „Beste Mannschaft“ könnt Ihr über den nachfolgenden Link wieder für uns voten. Vielen Dank vorab.

http://www.kreissportbund.net/?page_id=15020

 

Bilder: Sächsische Zeitung, 04.03.2017


Heidenau jetzt bei Flickr .com

Seit heute ist die Online-Welt der Heidenauer Faustballer um eine Attraktion reicher. Nach der eigenen Facebook-Seite, der eigenen Homepage, einem YouTube-Kanal und einer Listung beim Prämienportal Gooding.de hat der SSV nun einen Flickr-Account.

 

Mit Flickr haben wir unser umfangreiches Bildmaterial in mehreren Alben veröffentlichen können. Des Weiteren wurde ein Presse-Archiv angelegt, in dem mit 233 Zeitungsartikeln, Urkunden und anderen Elementen die Geschichte der Abteilung in den letzten Jahren nachvollzogen werden kann. Vorbeischauen lohnt sich.

 

https://www.flickr.com/photos/ssv-heidenau-faustball/albums



Heidenau verteidigt Sachsenmeistertitel

Mit dem zurückliegenden Sonntag hat die zweite Mannschaft der SSV-Faustballer ihren Landesmeistertitel erneut verteidigt und sich damit seit 2006 zum achten Mal Gold unter dem Hallendach gesichert. Zählt man auch die sächsischen Feld-Meisterschaften hinzu, sind es gar 17 Titel. Dabei präsentierte sich die Mannschaft in Bernstadt, östlich von Löbau, in einer guten Frühform vor der am 8. und 9. April in eigener Halle stattfindenden Deutschen Meisterschaft der Männer Ü45.

 

In die Halbfinalpartie des Final-Four-Turniers gegen den Langebrücker BSV war das Team um Kapitän Uwe Jänichen allerdings zunächst alles andere als souverän gestartet. Nachdem man im ersten Satz bis zum 6:6 immer einem Rückstand hinterher gelaufen war, setzte sich Langebrück mit fünf Punkten in Serie zum verdienten Satzgewinn ab. In dieser Phase zeigt der SSV eine markante Abschlussschwäche beim Spiel an der Leine, an der in den kommenden Wochen verstärkt zu arbeiten sein wird. Im zweiten Durchgang kam Heidenau deutlich besser in die Begegnung. Mit drei nahezu identischen Angriffen am Block vorbei in den freien Rückraum wurde am Ende die Grundlage für den 11:9-Satzgewinn gelegt. Ein 11:4 im dritten Spielabschnitt brachte danach unerwartet schnell die Entscheidung.

Im Finale trat man gegen den FSV 07 Rittersgrün an, der sich mit einem 2:0 (11:7, 11:8) gegen den SV Kubschütz für das Endspiel qualifiziert hatte. In einem über weite Strecken hochklassigen Match unterstrichen die Erzgebirgler noch einmal ihre starken Leistungen dieser Saison. Schon im ersten Satz zwang man den SSV in die Verlängerung. 13:11 konnte sie knapp gewonnen werden. Es folgte ein relativ deutliches Heidenauer 11:6 zur 2:0-Satzführung. Beim 8:6 im dritten Durchgang schien Heidenau dem Titel schon nahe, doch dann trumpfte Rittersgrün mit fünf Punkten in Folge zum Satzgewinn auf. Im vierten Spielabschnitt boten beide Mannschaften weiter begeisternden Faustballsport und tolle Ballwechsel. Bei 10:8 hatte der FSV die Möglichkeit, den Anschluss nach Sätzen herzustellen. Zwei Satzbälle wehrte der SSV ab. Und mit zwei weiteren Punkten sicherte sich die Mannschaft den Sieg zur erlösenden Titelverteidigung.

 

Halbfinale:

https://www.youtube.com/watch?v=w2TwcH45P_s

Finale:

https://www.youtube.com/watch?v=d9YZAHam1dU


Team 2 zieht als Tabellenführer in Finalrunde ein

2. Männer – Oberliga Sachsen:

 

SSV Heidenau 2. – FSV 07 Rittersgrün

0 : 2 (5:11, 5:11) https://www.youtube.com/watch?v=IhCnW4IMw-U

2 : 0 (11:8, 11:9) https://www.youtube.com/watch?v=sqiDWO2G_Wg&t=1s

 

SSV Heidenau 2. – SV Kubschütz 1.

2 : 0 (11:4, 11:8) https://www.youtube.com/watch?v=MkB0EPgFJh0&t=4s

2 : 1 (9:11, 11:8, 11:4) https://www.youtube.com/watch?v=3P5XMhpoSSk&feature=youtu.be

 

1. Männer – Oberliga Sachsen:

SSV Heidenau 1. – SG Waldkirchen

2 : 0 (15:13, 11:4)

2 : 0 (11:9, 11:8)

 

SSV Heidenau 1. – Langebrücker BSV

1 : 2 (11:7, 6:11, 7:11)

0 : 2 (6:11, 5:11)



Qualifikation und Brustlöser

Am 3. Spieltag dieser Oberliga-Spielzeit hat der SSV Heidenau 2. seine Tabellenführung verteidigt. Bei den Spielen in Dresden punktete die Mannschaft zwei Mal sicher über ein 2:0 nach Sätzen gegen den SSV Blau-Weiß Gersdorf (11:9, 11:2 und 11:6, 11:4). Enger gestalteten sich die Partien gegen den Langebrücker BSV, in denen man jeweils in die Verlängerung gezwungen wurde (9:11, 11:2, 11:4 und 11:7, 7:11, 11:8). Letztlich konnte man sich jedoch gegen die jungen Wilden vom amtierenden Feld-Meister durchsetzen und damit vorzeitig das Ticket für das Final-Four-Turnier um die sächsische Landesmeisterschaft lösen.

 

Erfolgreich konnte auch Team 1 seinen Auswärtsspieltag in Breitenbrunn absolvieren. Die verletzungsbedingt auf eine Rumpfmannschaft dezimierte Truppe unterlag zwar zunächst den gut aufgelegten Hausherren vom FSV 07 Rittersgrün (4:11, 7:11). Im Anschluss gelang allerdings ein 2:0 (11:8, 11:6) gegen den SV Kubschütz 2. Der Kader lief zuletzt noch als Kubschütz 1. auf und wurde nun nach dem abteilungsinternen Generationenwechsel in die Rolle einer weiter schlagkräftigen „Reserve“ überführt. Im Rückspiel gegen Rittersgrün sollte dann der so lange angestrebte Brustlöser für Heidenau folgen. Nach einer 5:11-Niederlage im ersten Satz zeigte die Mannschaft Moral, bedingungslosen Kampf und eine lautstarke Präsenz auf dem Spielfeld. Mit 11:6 ging Durchgang zwei klar an den SSV. Im Entscheidungssatz setzte sich Heidenau erneut ab. Den dritten Matchball zum 11:9 platzierte letztlich Hagen Fischer nervenstark aus der Angabe heraus punktgenau auf die linke Außenlinie. Nach dem Rückstand wurde das Spiel gegen den Tabellendritten damit doch noch gedreht. Zum Abschluss folgte ein 0:2 (8:11, 5:11) gegen Kubschütz, das nach seiner Spielpause frischer als der SSV nach seinem 3-Satz-Krimi auftrat. Nichtsdestotrotz können sich die 4:4 Punkte mit der aktuellen Personalsituation gegen zwei gute Gegner sehen lassen.


Verlustpunktfrei zurück an die Tabellenspitze

Waldkirchen / Vogtland. Zur Komplettierung des 2. Spieltages der Oberliga Sachsen reiste der SSV Heidenau II ins vogtländische Lengefeld, wo das Team um Spielführer Uwe Jänichen auf den Gastgeber von der SG Waldkirchen und den SV Kubschütz II traf.

 

Nachdem sich im Eröffnungsspiel der Hinrunde der SV Kubschütz II mit 2:1 Sätzen (11:5/4:11/11:4) gegen den Gastgeber aus Waldkirchen durchsetzte, wurde es für den SSV in Runde zwei ernst. Als bis dahin Tabellensechster (6:2 Punkte) sollten die ersten zwei Punkte gegen die SG Waldkirchen eingefahren werden. Dies gelang auch eindrucksvoll mit 2:0 Sätzen (11:3/11:6)

 

Im abschließenden Spiel der Hinrunde trafen die beiden „Reserveteams“ der Ex-Bundesligisten Kubschütz und Heidenau aufeinander. Nach einem sehr ausgeglichenen Spielverlauf im 1. Satz konnte sich der SSV in der Verlängerung mit 12:10 Punkten durchsetzten. Auch Satz zwei verlief anfangs bis zum 5:5 sehr ausgeglichen. Danach startete die Heidenauer Fünf einen Zwischenspurt zum 9:5. Damit war der Widerstand der Randbautzener gebrochen und der Satzgewinn mit 11:7 und weiteren zwei Punkten auf der Habenseite gesichert.

 

Zum Auftakt der Rückrunde fertigte der SV Kubschütz die SG Waldkirchen mit 2:0 Sätzen (11:5/11:6) ab. Gleiches Kunststück gelang dem SSV im anschließenden Spiel gegen die SG Waldkrichen (11:6/11:7).

 

Schon vor Beginn des letzten Spieles gegen das Kubschützer Team stand Heidenau als Tabellenführer nach dem 2. Spieltag fest. Aber damit wollten sich die Randdresdner nicht zufrieden geben. Spielertrainer Torsten Martin gab für diesen Spieltag nun die „weiße Weste“, also das perfekte Wochenende mit 8:0 Punkten als Ziel aus. Aber auch der SV Kubschütz II, welches sich zum Teil mit den Angreifern Dominic Döcke, Paul Woite und dem Spielführer Marko Pech aus gestandenen Bundesligaspielern aufstellte, wollte einen großen Schritt in Richtung Meisterrunde vollziehen.

 

So entwickelte sich in Satz eins ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Immer wieder konnten sich beide Angriffsreihen stark in Szene setzen, wobei dieses Mal der SV Kubschütz einen besseren Start erwischte und folgerichtig mit 7:4 Punkten davon zog. Mit einer taktischen Umstellung versuchte die Heidenauer Abwehrreihe mit Torsten und Holger Martin sowie Dirk Hocher, auf die wuchtigen Angriffe der Kubschützer zu reagieren. Dies führte zwar zum 7:7 Zwischenstand, konnte aber den Satzverlust mit 9:11 nicht verhindern.

 

Noch einmal versuchte der SSV alles. Hoch motiviert ging es in Satz zwei. Mit einem 4:0 Blitzstart setzte sich die Heidenauer Fünf ab. Trotz des durch viele Verletzungen stark dezimierten Spielerkaders und der Umstellung des Spielsystems war es diesmal Angreifer Andreas Beer, der über sich hinaus wuchs. Basierend auf einer in dieser Phase sensationellen Abwehrarbeit wurde Punkt um Punkt gegen eine ebenfalls gut aufspielende Kubschützer Mannschaft geholt und zur Verlängerung (11:4) ausgeglichen. Mit einer ganzen Portion Selbstvertrauen war Satz drei eine Kopie des zweiten Satzes. Mit einer 4:0 Führung baute der SSV den Vorsprung Punkt für Punkt aus und siegte letztendlich verdient mit 2:1 Sätzen (9:11/11:4/11:6).

 

Mit nunmehr 14:2 Punkten und 15:3 Sätzen führt Heidenau die Tabelle der Oberliga Sachsen vor den abschließenden zwei Spieltagen an. Dass die Teilnahme an der Finalrunde der besten vier sächsischen Teams noch nicht sicher ist, zeigt die Tatsache, dass bis zu Platz 7 (Gersdorf mit 8:8 Punkten) noch Vieles möglich ist. Für beide Heidenauer Mannschaften geht es schon am kommenden Wochenende wieder auf Punktejagd.

 

Für den SSV Heidenau II kamen zum Einsatz: Uwe Jänichen, Andreas Beer, Torsten und Holger Martin, Dirk Hocher und Harald Kaiser. Bericht: Dirk Hocher. 


Zwei Punkte sind zu wenig

Mit dem zweiten Spieltag haben sich die noch verbliebenen Spieler der ersten Mannschaft vorzeitig für die Endrunde der Plätze 5 bis 9 in der Oberliga Sachsen qualifiziert. Nachdem sich Jan Schulze zuletzt einen Rippenbruch zugezogen hatte und Hauptangreifer Matthias Zirr beruflich bedingt der Doppelrunde in der Bautzener Daimler-Halle fernblieb, wurde der teils angeschlagene Restkader durch den nun festgespielten Jörg Fritzsche aus Team 2 und den erst 15-jährigen Alexander Müller aufgefüllt. Letzterer zeigte ein passables Debüt, das zeigen sollte, in welche Spielklasse die Reise künftig geht.

 

Mit den akuten Personalproblemen ist der SSV spätestens heute im Abstiegskampf angekommen. Schon mit dem nächsten Spieltag wird sich die Situation erneut verschärfen, da Jörg Fritzsche nicht zur Verfügung stehen wird.

 

SSV Heidenau 1. – SSV Blau-Weiß Gersdorf

2 : 0 (11:9, 11:9)

0 : 2 (9:11, 10:12)

SSV Heidenau 1. – SV Kubschütz 1.

0 : 2 (6:11, 10:12)

1 : 2 (8:11, 11:6, 6:11)

 

Männliche Jugend U16 – Oberliga Sachsen

SSV Heidenau – SG Bademeusel

0 : 2 (3:11, 5:11)

2 : 2 (4:11, 4:11)

SSV Heidenau – SSV Blau-Weiß Gersdorf

1 : 2 (4:11, 11:9, 10:12)

0 : 2 (5:11, 4:11)


Durchwachsener Saisonauftakt für SSV-Faustballer

Selten sind die Heidenauer Mannschaften so unterschiedlich in eine Spielzeit gestartet. In eigener Halle begeistern konnte das Frauen-Team, das sich gegen die SG Waldkirchen ebenso zwei Mal durchsetzen konnte (11:7, 11:5 und 11:5, 11:7) wie gegen den SV 1861 Groitzsch (5:11, 11:9, 11:5 und 11:6, 11:8). So rangiert man nach den ersten vier Spielen verlustpunktfrei auf einem sehr guten zweiten Tabellenrang.

 Auf dem 3. Platz liegt nach diesem Wochenende die männliche Jugend U18 in der sächsischen Oberliga. Knapp in 2:1 Sätzen, aber letztlich verdient, gewann man die Partien gegen Lok Schleife (11:8, 6:11, 11:7) und den FSV 1911 Hirschfelde (3:11, 11:7, 11:3). Lediglich der SV Kubschütz war mit U18-Weltmeister Kai Mörbe eine Nummer zu groß (3:11, 6:11).

Bei den Männern konnte nur einer der beiden Kader die Erwartungen erfüllen. So gewann die zweite Mannschaft, amtierender Deutscher Hallen-Meister in der Altersklasse Ü45, seine beiden abteilungsinternen Begegnungen 145 Tage vor der Heim-DM glatt in zwei Sätzen (11:6, 11:6 und 11:9, 11:9). Die Erste startete zwar furios mit einer 5:0-Führung und starken Spielzügen in das erste Duell. In die eigene Angabe gezwungen, war der Zauber jedoch schnell vorbei. Der Hauptangreifer konnte fortbildungsbedingt nur für die letzten Sätze des Spieltages anreisen. Davor war er nicht zu ersetzen.

 

Gegen die überraschend starken Gäste aus Groitzsch gelang der Zweiten unerwartet nur ein Sieg. Nach dem 2:0 (11:6, 11:7) im Hinspiel musste man sich in der Rückrunde 1:2 (5:11, 11:3, 7:11) geschlagen geben. Ohne Punkterfolg blieb hingegen Team 1, das jeweils 0:2 (7:11, 8:11 und 9:11, 9:11) unterlag.

 

Das Phänomen, dass eine erste Mannschaft der zweiten unterliegt, wird für Außenstehende nur bedingt nachvollziehbar sein. Dabei können die Hintergründe kaum anderes erwarten lassen. Nur 2 von 5 Abwehrspielern sind derzeit verletzungsfrei. Zwei sind langfristig nicht spielfähig. Ein dritter läuft seit einem Jahr mit Schmerzen auf. Hinzu kommt, dass es einem nervösen Angriff leider zu selten gelingt, vielversprechende Trainingsleistungen auch in vermeintlichen Drucksituationen abzurufen. Auch lassen die Spielzüge keine taktischen Vorgaben erkennen, die konsequent umgesetzt werden. Nicht zuletzt ist festzustellen, dass eine junge erste Mannschaft andere Trainingsschwerpunkte benötigt als die gelebten der routinierten Zweiten. (Martin Leichsenring)