Archiv - Halle 2014/15


Die Heidenauer Faustballer sagen Danke

Die Hallensaison 2014/15 neigt sich dem Ende. Zuletzt konnte die Spielzeit mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels in der Altersklasse 45 gekrönt werden. Die Ergebnisse aller Heidenauer Mannschaften findet Ihr zusammengefasst in der nachfolgenden Abbildung.

 

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle noch einmal an unseren Hauptsponsor von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, an die FK Tank- und Fahrzeugtechnik GmbH und unsere beiden neuen Sponsoren – die adviconta.de Dr. Gischke Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft und den Heidenauer Zahnarzt Mathias Jahn. Ohne deren Engagement und auch die Unterstützung unserer kleinen Förderer wären die Teilnahme an den zahlreichen überregionalen Meisterschaften, die errungen Titel und das Aufrechterhalten des laufenden Spielbetriebes nicht möglich gewesen.


Bilder: © Daniel Förster, Martin Leichsenring, Dirk Hocher


SSV-Faustballer sind Deutscher Meister der AK 45

© Bild: Susanne Weber

Mit großen Erwartungen brach das Männer-45-Team des SSV Heidenau am Samstag, den 21. März zur Deutschen Meisterschaft ihrer Altersklasse nach Leichlingen bei Leverkusen auf. Nach dem 4. Platz in der Vorwoche bei der DM der Männer 35+ sollte dieses Mal der Sprung auf das Treppchen gelingen. Die zum Einsatz kommenden Spieler waren dabei beinahe dieselben wie am Wochenende zuvor.

 

In Gruppe B konnte Heidenau im ersten Spiel gegen den TSV Uetersen zunächst nicht überzeugen, siegte aber letztlich jeweils mit 11:7 in den Sätzen zum 2:0. Der TuS Oggersheim war danach ebenfalls ein unbequemer Gegner, doch auch hier behielt der SSV mit einem weiteren 2:0-Sieg die Oberhand (11:8, 11:7). Damit ging Heidenau mit den ersten vier Punkten in die Spielpause, während der man die Konkurrenz der Gruppe A studieren konnte.

 

Ab 17:00 Uhr setzte der SSV seine Vorrunde mit der Partie gegen den SV Ruschwedel fort. Dieser hielt den ersten Satz lange Zeit offen. Letztlich mussten sich aber die Niedersachsen mit 9:11 beugen. Im zweiten Durchgang hatte sich Heidenau nun besser auf die Angaben des gegnerischen Angreifers eingestellt und siegte locker mit 11:4 zum 2:0-Spielgewinn. So kam es im Anschluss zu einem kleinen Endspiel um den Gruppensieg gegen den Gastgeber vom Leichlinger TV. Dieser hatte seinerseits erst einen Satz verloren und zählte zum engen Kreis der Titelanwärter. Der SSV hatte die Rheinländer während der Meisterschaft genau beobachtet und war gut eingestellt. Nach einem kurzen Abtasten gewann Heidenau Satz 1 klar mit 11:6. Das erste Etappenziel – der Gruppensieg und das vorzeitige Erreichen des Halbfinales – waren somit erreicht. Heidenau schonte jetzt seinen Hauptangreifer Uwe Jänichen. Ungeachtet dessen setzte man sich erneut mit 11:3 zum vierten 2:0-Sieg des Tages durch.

 

Am Sonntagmorgen wurde der Halbfinalgegner des SSV in der Begegnung zwischen dem ETV Hamburg und dem TSV Uetersen ermittelt. Viele Zuschauer in der Halle erwarteten, dass sich der mehrfache Deutsche Meister aus der Hansestadt durchsetzen würde. Doch am Ende ging Uetersen nach tollem Kampf mit 2:1 als Sieger vom Feld (5:11, 12:10, 12:10).

 

So kam es im Halbfinale für Heidenau zur Neuauflage des ersten Vorrundenspieles. Den nahen Finaleinzug vor der Brust ließen die Sachsen nichts anbrennen. Aus einer sicheren Abwehr heraus punkteten Uwe Jänichen und Andreas Beer fast nach Belieben. Mit zwei 11:4-Satzsiegen beendete man das Duell zu eigenen Gunsten. Damit stand Heidenau zum insgesamt 4. Mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft. Auch der Endspielgegner wartete zu diesem Zeitpunkt schon. Der TV Ochsenbach – am Vortag ebenfalls Erster seiner Gruppe – hatte sich zuvor mit einem 2:1 gegen den Leichlinger Gastgeber durchgesetzt (9:11, 11:5, 11:8).

 

Die Schwaben waren Heidenau bestens bekannt, war man doch in der Vergangenheit mehrfach bei Süddeutschen Meisterschaften aufeinander getroffen. Zuletzt bei eben jener vor einigen Wochen, bei der man Ochsenbach sowohl in der Vorrunde als auch im späteren Finale mit 2:0 hatte bezwingen können. Hier aber war das nur Makulatur, denn auch die Randstuttgarter wollten den Titel. Im ersten Satz entwickelte sich ein offener und dramatischer Schlagabtausch, in dem keine Mannschaft einen 2-Bällevorsprung aufbauen konnte. Heidenau glich schließlich beim 9:9 aus und siegte kurz darauf unter Jubel mit 11:9. Beflügelt warf man im zweiten Spielabschnitt noch einmal alles in die Waagschale. Erneut wechselte die Führung ständig zwischen den Teams. Wiederum traf man sich kurz vor dem Satzende. Dieses Mal beim Stand von 8:8. In dieser alles entscheidenden Phase stand die Heidenauer Abwehr sicher und glänzte mit tollen Paraden von Heiko Fischer und Harald Kaiser. Letzterer spielte für den am Fuß verletzten Torsten Stimper über das gesamte Finale hinweg. Als der SSV in der Verlängerung mit 11:10 in Führung lag, riskierte Zuspieler Torsten Martin alles und servierte den Matchball für Uwe Jänichen auf die Leine. Dieser schlug den Ochsenbacher Block an und der Ball landete im Aus. Nachdem der Schiedsrichter nach kurzem Zögern den letzten Punkt für Heidenau bestätigte, kannte die Freude keine Grenzen. Heidenau lag sich teils mit Tränen in den Augen in den Armen.


Seit 2008 hatte man sich immer wieder mit den besten Teams der Republik bei überregionalen Meisterschaften der Altersklasse 35+ gemessen – immer wieder mit Spitzenplatzierung und mit insgesamt drei Deutschen Vizemeistertiteln. Über Jahrzehnte hinweg wurden wöchentliche Doppeltrainings absolviert. Und in 2015 konnte man nun mit dem ersten Antritt in der Altersklasse 45+ eine Spielzeit als Deutscher Meister beenden. Alle Partien auf dem Weg dahin entschied man ohne Satzverlust für sich – sowohl beim süddeutschen Vorentscheid als auch bei der Endrunde. Und mehr noch können die Spieler nach dieser Hallensaison auf den Gewinn des Sachsenmeistertitels im regulären Männer-Spielbetrieb zurückblicken, den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd, den Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft bei den Männern der AK 35 sowie den anschließenden starken 4. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse.

 

Herzlichen Glückwunsch den neuen Deutschen Meistern Uwe Jänichen, Torsten und Holger Martin, Heiko Fischer, Andreas Beer, Torsten Stimper und Harald Kaiser. Abschließend möchten alle Heidenauer Faustballer ebenfalls sehr herzlich der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und den vielen kleinen Sponsoren der Abteilung danken, die den Faustballsport im SSV Heidenau tatkräftig unterstützen und so den Spielbetrieb auf hohem Niveau sichern helfen. (Bericht: Torsten Martin)


Männer 35 verpassen DM-Bronze

Spenge. Am frühen Samstag startete der SSV Heidenau mit dem Spiel gegen den TV Eibach in die Vorrunde der Deutschen Meisterschaft der Männer 35. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten konnten die Nürnberger um Martin Becker mit 11:9 und 11:4 glatt in zwei Sätzen bezwungen werden. Wie im Vorjahr war der TSV Bayer Leverkusen danach schwerer zu bespielen. Heidenau siegte am Ende nach großem Kampf erneut verdient mit 2:0 (11:7, 14:12). Damit waren wichtige vier Punkte in der ersten Spielrunde eingefahren, was den Hauptkonkurrenten der Staffel – dem SV Moslesfehn – ebenfalls gelang.

 

Danach begann die Gruppe B ihre Spiele, so dass sich der SSV circa zweieinhalb Stunden auf die folgenden Begegnungen vorbereiten konnte. Zu Beginn der zweiten Spielrunde der Staffel A folgte gleich die vorentscheidende Partie gegen Moslesfehn. Heidenau präsentierte sich topfit und konnte aus einer starken Abwehr heraus über die Angriffe von Uwe Jänichen und Andreas Beer punkten. Der Lohn war ein weiterer 2:0-Erfolg mit 11:9 und 11:8 in den Sätzen. So war der Gruppensieg vorzeitig erreicht, noch bevor das letzte Duell gegen die SG Bademeusel absolviert worden war. Mit veränderter Aufstellung verlor der SSV später zwar Satz 1 knapp mit 12:14 gegen die Brandenburger. Den zweiten Durchgang entschied man jedoch mit einem 11:7 für sich, um den ersten Turniertag schließlich unbesiegt zu beenden. Mit 7:1 Punkten sicherte man sich damit nicht nur den Staffelsieg, sondern auch die vorzeitige Qualifikation für das Halbfinale am Sonntag.


Der Heidenauer Gegner wurde am Folgetag im Spiel zwischen dem VfK 01 Berlin und dem TSV Bayer Leverkusen ermittelt. Die Hauptstädter ließen als amtierender Deutscher Meister nichts anbrennen und siegten souverän 2:0 (11:3, 11:9). Das bedeutete die Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen Heidenau und Berlin. Die Männer um Hauptangreifer Sascha Krause brachten im ersten Satz den Heidenauer Spielfluss sichtlich ins Stocken und gewannen schnell mit 11:4. Im zweiten Durchgang konterte der SSV nun ebenso überzeugend mit 11:2. Der Entscheidungssatz war danach bis zum Ende offen und hart umkämpft. Doch schlichen sich leichte Fehler auf Seiten der Heidenauer ein, die auf diesem Level unmittelbar bestraft werden. Bei 11:9 beendete ein Berliner Block die Hoffnung des SSV auf einen erneuten Finaleinzug. Jubelnd zog der VfK mit dem 2:1-Spielgewinn in das Endspiel ein (4:11, 11:2, 9:11).

 

Heidenau war knapp geschlagen worden und sichtlich enttäuscht. Trotzdem galt es, die Chance auf Bronze gegen den Verlierer des anderen Halbfinales zu wahren – den aus der Vorrunde bereits bekannten SV Moslesfehn. Heidenau mobilisierte noch einmal alles und gewann den Auftakt knapp mit 15:13. Im Anschluss ließ sich der SSV jedoch vollends vom Moslesfehner Angriff aus dem Konzept bringen und verlor mit 4:11. Trotz größter Anstrengungen und nochmaligem Spielerwechsel gelang das Happy End nicht. Bei 7:11 verpassten die SSV-Männer den Sprung auf das Treppchen (15:13, 4:11, 7:11).


Nach dem Gewinn des Deutschen Vize-Meistertitels in 2008, 2013 und 2014 blieb in diesem Jahr nur der undankbare, aber dennoch starke 4. Platz in einem hochkarätig besetzten Starterfeld. Für den SSV Heidenau spielten Uwe Jänichen, Torsten und Holger Martin, Andreas Beer, Torsten Stimper, Heiko Fischer, Ronni Schulze und Harald Kaiser. (Bericht: Torsten Martin)


Ehrennadel in Gold für Torsten Martin

Bereits am 22. Februar wurde unser Sportfreund für seine langjährig verdienstvolle Tätigkeit im Ehrenamt mit der Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen in Gold ausgezeichnet. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 50. Geburtstag überreichte ihm Roland Matthes, Präsident des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, und Frank Müller, 1. Vorsitzender des SSV Heidenau, die höchste Auszeichnung des LSB. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für dein Engagement in der Abteilung.


Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball


Jungsenioren holen nächsten Titel

Erstmals in der Heidenauer Faustballgeschichte machte sich am letzten Samstag ein Heidenauer Team in der Altersklasse der Männer 45 auf den Weg zur Süddeutschen Meisterschaft ins oberbayerische Rosenheim. Da die Mannschaft fast identisch mit dem Team der Männer 35 war, welches vor drei Wochen schon den Süddeutschen Titel erringen konnte, machte sich der SSV berechtigte Hoffnungen auf einen der beiden ersten Plätze, welche die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft bedeutet hätte.

 

Der TuS Aschaffenburg-Damm wurde zum Auftakt recht locker in 2:0 Sätzen besiegt (11:4, 11:4). Der ehemalige Deutsche Meister TV Ochsenbach dagegen wehrte sich im zweiten Spiel schon mehr, ohne aber den SSV ernsthaft gefährden zu können. Heidenau entschied die Partie glatt in zwei Sätzen mit 11:7 und 11:5 für sich. Damit waren der Sieg in der Dreiergruppe und das Halbfinale erreicht. Dort hieß der nächste Gegner Spvvg. Weil der Stadt, welcher in der Altersklasse ebenfalls mehrfach den Deutschen Meistertitel hatte gewinnen können. Heidenaus Spiel wurde nun immer besser und sicherer, so dass die Schwaben nur selten zu Chancen kamen. Der SSV siegte mit 11:6 und 11:5. Der Einzug in das Endspiel und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft waren erreicht.

 

Der Finalgegner war wieder der TV Ochsenbach, der zuvor in einem Krimi den Gastgeber und eigentlichen Favoriten vom MTV Rosenheim mit 2:1 besiegt hatte. Ochsenbach hatte damit allerdings sein letztes Pulver verschossen und zusätzlich den eigenen Angabenspezialisten verloren. So kam der SSV zu einem ungefährdeten 2:0-Sieg (11:2, 11:4). Nach dem Titelgewinn bei der Süddeutschen Meisterschaft der Männer 35 hatte Heidenau als auch hier den regionalen Vorentscheid – ohne Satzverlust – für sich entscheiden können. Damit eilt die Mannschaft, welche aus Spielern der 2. Männer zusammengesetzt ist, von einem Erfolg zum nächsten. Erst in der vergangenen Woche hatte man den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft.

 

Nun gilt es, die Form bis zu den beiden Deutschen Meisterschaften zu konservieren, um auch in Spenge bei Bielefeld (Männer 35) und in Leichlingen in der Nähe von Leverkusen (Männer 45) gut abzuschneiden. Für den Titelträger spielten: Uwe Jänichen, Torsten und Holger Martin, Heiko Fischer, Andreas Beer, Harald Kaiser und Torsten Stimper. (Bericht: Torsten Martin)

Bild: © MTV Rosenheim, Abteilung Faustball


SSV-Nachwuchs sammelt Erfahrung bei Süddeutscher Meisterschaft

Am Samstag reiste die männliche Jugend U16 zur Süddeutschen Meisterschaft in das württembergische Baden Liebenzell. Nach einer Anfahrt über 550 Kilometer erreicht das Team den Austragungsort ihres ersten großen Turniers auf überregionaler Ebene, für das man sich als sächsischer Vizemeister qualifiziert hatte.

 

In Gruppe B trat Heidenau gegen den TV Segnitz (Bayerischer Landesmeister), den TSV Calw (Titelverteidiger und 2. Schwaben) sowie den NLV Vaihingen (3. Schwaben) an. Leider konnte keiner der Spieler – vielleicht auch bedingt durch die für sie ungewohnt beschwerliche Anreise – seine Leistung in Normalform abrufen. Technische, konditionelle und nervliche Schwierigkeiten führten daher in der Endabrechnung nur zu Platz 7.

 

Zwar verlor der SSV seine Vorrundenspiele und verpasste die Qualifikation für die Endrunde am Sonntag, doch gewann man etwas vielleicht viel Wichtigeres: Die Erfahrungen, auf welchem Level man gegenwärtig steht, auf welchem Niveau Top-Teams in der eigenen Altersklasse antreten und wohin die Reise künftig gehen soll. Darauf soll in den kommenden Wochen weiter aufgebaut werden. (Bericht: Martin Schiller)

Bild: © TV Unterhaugstett, Abteilung Faustball


SSV-Faustballer bleiben in der 2. Bundesliga

Unterpfaffenhofen/München. Am Samstag, den 21. Februar reiste das zweite Team der Heidenauer Faustballer zu den Aufstiegsspielen in die 2. Bundesliga Süd in die bayerische Landeshauptstadt. Als sächsischer Titelträger traf Heidenau auf die Landes- und Vizemeister der Turnverbände Bayern, Baden-Württemberg sowie den zweiten sächsischen Vertreter vom SV Kubschütz. Der Thüringer Landesverband stellte leider trotz sportlicher Qualifikation keine Mannschaft. Ziel der Mannschaft war es, mit einem Aufstieg den Abstieg des ersten Kollektivs verhindern, dem der Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht gelungen war.

 

Die Vorzeichen für die Mission „Aufstieg“ stellten sich nach einer bisher nahezu perfekten Saison optimal dar, hatte doch Team 2, das sich vor allem aus Spielern der Männer-35-Mannschaft zusammensetzt, zuletzt in seiner Altersklasse die Süddeutsche Meisterschaft gewonnen und damit die abermalige Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft erreicht. Dennoch musste der kurzfristige Ausfall der etatmäßig zum Kader gehörenden Brüder Torsten und Holger Martin zunächst einmal verkraftet werden.

 

Im Eröffnungsspiel der Gruppe A standen sich der TV Waldrennach 2. und der SV Kubschütz gegenüber. Für viele Zuschauer überraschend setzten sich die stark aufspielenden Sachsen um Spielführer Marko Pech mit 3:2 Sätzen gegen den württembergischen Meister durch (4:11, 11:7, 13:11, 6:11, 11:4). Im ersten Spiel der Gruppe B gewann der favorisierte Gastgeber vom TSV Unterpfaffenhofen anschließend nach kurzen Anlaufschwierigkeiten gegen den TSV Calw mit 3:1 (2:11, 11:6, 11:7, 11:4). Der dritte Durchgang war wieder der Gruppe A vorbehalten. Kubschütz konnte dabei sein an diesem Tag hervorragendes Spiel nochmals steigern. So spielte sich das Angriffsduo um Dominic Döcke und Paul Woite gegen die Augsburger Reserve in einen wahren Rausch. Glatt in drei Sätzen sicherten sich die Randbautzener entsprechend nicht nur das Spiel (12:10, 11:9, 11:9), sondern als Gruppenerster auch eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Halbfinale am Folgetag.

 

Mit der vierten Begegnung wurde es für Heidenau ernst. Das Spiel der Generationen zwischen dem Süddeutschen U18-Meister – ergänzt um den zweitligaerfahrenden Schlagmann Bernd Bodler – und dem SSV als Süddeutschen Ü35-Titelträger begann für Heidenau alles andere als gut. Mit 11:8 ging der 1. Satz im Eiltempo an den TSV Calw. Auch in Satz 2 merkte man den Männern um Spielführer Uwe Jänichen noch die beschwerliche Anreise mit zahlreichen, über die insgesamt 550 Kilometer lange Strecke verteilten Staus und die Fahrtzeit von 6:30 Stunden an. Wieder siegten die Württemberger mit 11:9. Als Calw in Durchgang 3 mit 5:3 in Führung ging, waren die Messen, auch bedingt durch das Ergebnis zwischen Calw und dem Gastgeber, beinahe gelesen. Doch Heidenau kämpfte jetzt, auch wenn spielerisch noch nicht viel zusammen lief, und setzte sich mit einer Energieleistung schließlich doch noch mit 11:6 durch. Da auch der 4. Spielabschnitt mit 11:7 an den SSV ging, musste nun der Entscheidungssatz her. Wieder verschlief Heidenau den Start und lag rasch mit 4:1 in Rückstand. Doch dann drehte sich die Partie. Aus einer immer sicherer stehenden Abwehrreihe um Lars Vogt und Torsten Stimper heraus konnte nun Uwe Jänichen besser ins Spiel gebracht werden. Der SSV punktete und verwandelte schließlich bei 11:9 seinen Matchball zum 3:2-Sieg (8:11, 9:11, 11:6, 11:7, 11:9). Nach dieser zweiten Niederlage musste sich Calw aus dem Aufstiegsrennen verabschieden.

 

In Gruppe A sicherte sich im Duell der Bundesligareserven Augsburg das Ticket für das Halbfinale mit einem 3:0 gegen Waldrennach (11:6, 13:11, 11:7).

 

Im letzten Spiel der Gruppenphase traf der Gastgeber auf den SSV. Im Hexenkessel von Unterpfaffenhofen, der mit 300 Zuschauern sehr gut gefüllt war, musste Heidenau nun Farbe bekennen. Das gelang anfangs sehr gut. Mit 11:8 wurde der erste Satz gewonnen. Doch Unterpfaffenhofen – frenetisch von seinen Fans angefeuert – trumpfte auf und sicherte sich Durchgang 2 verdient mit 11:6. Als der SSV im dritten Satz 5:3 führte, sah es nach einer erneuten Satzführung für die Sachsen aus. Aber Unterpfaffenhofen steigerte sich erneut und ging nach acht Punkten in Folge mit 2:1 in die Satzführung. Heidenau stellte noch einmal sein System um. Für den an diesem Tag mit Fieber kämpfenden Andreas Beer rückte Lars Vogt in den Angriff und Harald Kaiser in die Abwehrreihe. Trotz einer 8:5-Führung reichte es letztlich nicht für den Satzgewinn. Ein 11:8 bescherte Unterpfaffenhofen den 3:1-Spielsieg sowie die Führung in der Abschlusstabelle von Gruppe B (8:11, 11:6, 11:5, 11:8).

 

Mit den Partien TV Augsburg 2. gegen den TSV Unterpfaffenhofen und SV Kubschütz gegen SSV Heidenau 2. ging es am Sonntag in die Halbfinalspiele, deren Sieger sich jeweils ein Ticket für den Aufstieg in die 2. Bundesliga sichern würden.

 

Nach den zwei überzeugend eingefahrenen Siegen in der Vorrunde ging der SV Kubschütz als Favorit in das rein sächsische Duell. Die ambitionierten Randbautzener vertrauten dabei auf die Startformation Dominic Döcke und Paul Woite im Angriff, Marko Pech und Torsten Josinger in der Abwehr sowie Ronald Hoffmann im Zuspiel. Für Heidenau ging es mit Uwe Jänichen und Andreas Beer im Angriff, Lars Vogt und Torsten Stimper in der Abwehr sowie Dirk Hocher im Zuspiel in das Derby. Beiden Mannschaften merkte man den Respekt voreinander an. Kubschütz – motiviert durch den Leistung des Vortags – fand besser in die Begegnung. Mit einer ständigen Führung im Rücken gewann man den ersten Durchgang 12:10. Bis Mitte des zweiten Satzes fand Heidenau danach schlicht kein Mittel gegen die präzisen Angaben von Dominic Döcke. Aber auch das gewohnt sichere Leinenspiel der Heidenauer Angriffsreihe wurde durch zahlreiche Blocks von Paul Woite immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt.

 

Heidenau spielte bis zum 5:5 gut mit, um dann doch noch zum 11:5 davonzuziehen. Auf einmal hatte sich das Blatt gewendet. Der SSV fand durch den immer besser aufgelegten Spielführer Uwe Jänichen zu seinem Spiel und auch die Abwehrreihe steigerte sich nun von Spielzug zu Spielzug. Die gefürchteten kurzen Aufschläge der Kubschützer wurden jetzt ein um das andere Mal durch Dirk Hocher erlaufen und von den Mitspielern in Punkte verwandelt. 11:7 siegte Heidenau im dritten Spielabschnitt. Mit dieser Satzführung im Rücken wollte Heidenau den sprichwörtlichen Sack zu machen. Aber Kubschütz, die nun mit Ronald Hoffmann im Angriff agierten, kämpften verbissen. Wieder waren es sehr gute Aufschläge, welche Kubschütz auf 7:4 davonziehen ließen. Aber Heidenau mobilisierte noch einmal alle Kräfte und glich mit dem 8:8 aus. In der spielentscheidenden Phase konnte Heidenau die letzten Zähler auf seiner Seite verbuchen. Mit 11:9 siegte der SSV zum 3:1 (10:12, 11:5, 11:7, 11:9). Das Ticket in Liga 2 war gelöst. Als der letzte Ball gespielt war, lagen sich die Heidenauer gezeichnet, aber freudestrahlend in den Armen. Nach den letzten Hallenaufstiegsspielen vor vier Jahren hatte sich eine Reise nach Unterpfaffenhofen abermals gelohnt.

 

Im zweiten Halbfinale setzte sich Unterpfaffenhofen 3:0 gegen Augsburg durch und folgte Heidenau ebenfalls zurück in die 2. Bundesliga (13:11, 11:5, 12:10). Das Finale wurde aufgrund des Spielmodus und der Qualifikation von Heidenau und Unterpfaffenhofen nicht mehr ausgetragen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich stellvertretend für Heidenau beim Gastgeber, den phantastischen und stets fairen Zuschauern sowie unseren Sponsoren – insbesondere der Ostsächsischen Sparkasse Dresden – bedanken. Den Aufstiegshelden Uwe Jänichen, Andreas Beer, Torsten Stimper, Harald Kaiser, Lars Vogt, Dirk Hocher und Andreas Sawusch einen herzlichen Glückwunsch (Bericht: Dirk Hocher).

Bild: © Rouven Schönwandt (DM 2014 in Bredstedt)


Männer-65-Team erneut Sachsenmeister

Die Heidenauer Altersklassenmannschaft der Männer 65 ist Landesmeister der Hallenspielzeit 2014/15. Bereits am 18. Januar sicherte sich das Kollektiv um Abteilungsleiter Bernd Martin zum dritten Mal in Folge den Titel unter dem Hallendach.

 

Voraussetzung dafür war ein überzeugender erster Spieltag im November in Leipzig. Die Hin- und Rückspiele gegen den SV Dresden Mitte 1950 und den SV Mölkau wurden jeweils in 2:0 Sätzen gewonnen. Beim abschließenden Heimspieltag in der Sporthalle an der Grundschule Bruno Gleißberg reichte anschließend jeweils ein Sieg gegen die Gäste.

 

Die Abteilung gratuliert ihren Serienmeistern und hofft, dass sie in der kommenden Feldsaison an Titelverteidiger Dresden Mitte werden vorbeiziehen können. (Bericht: Martin Leichsenring)

Bild: © Gerhard Wagelöhner


SSV-Faustballer lösen Ticket zur Deutschen Meisterschaft der Männer 35

Frammersbach. Am vergangenen Samstag reiste der SSV Heidenau als amtierender Deutscher Vizemeister der Altersklasse 35+ im Hallenfaustball zur Süddeutschen Meisterschaft in das unterfränkische Frammersbach. Pünktlich um 6:00 Uhr begab sich das Team um Trainer Torsten Martin auf den 450 Kilometer weiten Weg, an dessen Ende der Heidenauer Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden sollte. Kurz vor Beginn der offiziellen Eröffnung erreichte der SSV um 11:00 Uhr den Spielort. Die Beine von der Anfahrt noch etwas schwer sah man, dass sich die Kontrahenten vom TV Eibach, dem NLV Stuttgart-Vaihingen, dem TSV Schwieberdingen und vom gastgebenden TuS Frammersbach bereits akklimatisiert hatten.

 

Im ersten Spiel der Meisterschaft standen sich die zwei bayerischen Teams aus Eibach und Frammersbach gegenüber. Nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf setzte sich Eibach in 2:0 Sätzen durch (11:9, 11:5). Die zweite Partie bestritten die beiden Württembergischen Vertreter. Dabei ging Vaihingen in der Verlängerung mit einem 2:1 gegen Schwieberdingen als Sieger vom Feld (11:8, 11:13, 11:5).

 

Nach diesen bundeslandinternen Duellen griff nun Heidenau in die Meisterrunde ein. Mit Eibach um die früheren langjährigen Nationalspieler und Weltmeister Martin Becker und Werner Weghorn wartete gleich ein bereits erfolgreicher Mitfavorit auf den SSV. In der Startformation Uwe Jänichen im Angriff, Dirk Hocher im Zuspiel sowie Torsten Stimper, Andreas Beer und dem neu ins Team gerückten Ronni Schulze in der Abwehr ging man in die Begegnung. Heidenau begann hoch konzentriert. Zu Beginn des ersten Satzes führte man schnell mit zwei Punkten und baute diesen Vorsprung kontinuierlich bis zum 11:6-Satzgewinn weiter aus. Auch im zweiten Durchgang wurde die solide agierende Hintermannschaft des SSV trotz wuchtiger Angriffsschläge von Martin Becker nur selten vor Herausforderungen gestellt. Als Heidenau beim Stand von 5:5 sechs Zähler in Folge gelangen, konnte der Satz mit einem erneut deutlichen 11:5 und damit das Spiel mit 2:0 für den SSV verbucht werden.

 

Runde 4 sah trotz aufopferungsvoll kämpfender Gastgeber einen weiteren Sieg des NLV Vaihingen (11:6, 11:4). Danach wurde es für Heidenau wieder ernst, wollte man doch nach dem ersten klaren Erfolg gegen Schwieberdingen die nächsten Punkte einfahren. Das Team des TSV, welches Heidenau aus zahlreichen Zweitligaspielen bekannt war, konnte bis zum 2:2 mithalten. Dann setzte sich der SSV – wie schon gegen Eibach – erneut mit sechs Punkten in Serie ab und gewann Satz 1 mit 11:4. Der zweite Spielabschnitt war ein Spiegelbild des ersten. Immer wieder konnte über eine starke Abwehr und ein gut vorgetragenes Aufbauspiel durch Dirk Hocher der bestens aufgelegte Heidenauer Hauptangreifer Uwe Jänichen in Szene gesetzt werden. Mit 11:8 fiel der Sieg zwar knapper aus, doch letztlich ungefährdet zum 2:0-Endstand.

 

Im Anschluss kam es zum Duell der früheren Deutschen Meister zwischen Vaihingen und Eibach. Letztere waren durch die Niederlage gegen Heidenau unter Druck geraten und mussten gewinnen, um die Chancen auf die Meisterschaft zu wahren. Der Titelverteidiger aber war an diesem Tag zu stark und setzte sich nicht unverdient in 2:0 Sätzen durch (11:7, 11:7).

 

Dass Heidenau nicht nur fünf starke Spieler im Aufgebot hat, sah man in der folgenden Partie gegen die Gastgeber aus Frammersbach. So wurde rotiert und Torsten Martin rückte für Dirk Hocher in die Abwehr. Gleichzeitig wechselte Andreas Beer in den Angriff, um für die nun greifbare Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft eine weitere Spielvariante testen zu können. Dies gelang zunächst nur bedingt. Auch weil der aktuell noch in der 2. Bundesliga aktive Frammersbacher Schlagmann Jochen Inderwies ein starkes Angriffsspiel inszenierte. Beim 6:8 schien der Satzgewinn für den Gastgeber bevorzustehen. Erst dann kämpfte sich Heidenau zurück und gewann letztlich knapp mit 11:9. Im zweiten Durchgang war die Gegenwehr gebrochen. Trotz der Unterstützung der Zuschauer auf den Rängen setzte sich der SSV mit 11:7 zum 2:0-Spielsieg durch. Garant für diesen Erfolg war einmal mehr der gute Aufschlag von Uwe Jänichen.

 

Vor dem nun folgenden Spiel um den Titel zwischen Vaihingen und Heidenau sicherte sich Eibach den 3. Platz in der Endabrechnung mit einem 2:0 gegen Schwieberdingen (11:7, 11:7). Heidenau waren die bis dato ebenfalls noch ungeschlagenen Stuttgarter in ihrer Spielanlage aus zahlreichen Duellen in den vergangenen Jahren bekannt. Dennoch überraschte Trainer Torsten Martin mit Ronni Schulze im vorderen Zuspiel und dem – für den vorsorglich geschonten Torsten Stimper – in die Abwehr gerückten Heiko Fischer. Nach einem ausgeglichenen Satzbeginn setzte der SSV ab dem 4:3 zu einem Zwischenspurt an, der erst bei 9:3 enden sollte. In dieser Phase konnten die Aufschläge des gegnerischen Angreifers Markus Löwe sicher von der Heidenauer Hintermannschaft pariert werden. Mit einem sehenswerten Leinenangriff zum 11:5 beendete Uwe Jänichen den ersten Satz zugunsten der Heidenauer.

 

Vor dem zweiten Spielabschnitt griff der NLV noch einmal in die Trickkiste. Mit einem großzügig geschmierten bzw. mit Ballpflegemittel bedachten Spielgerät sollte der Satzausgleich gelingen. Heidenau wechselte noch einmal. Für den an der Deutschen Meisterschaft aus privaten Gründen nicht teilnehmenden Dirk Hocher rückte Spielertrainer Torsten Martin in das Abwehrzentrum. Trotz in der Folge großer Druckphasen der Stuttgarter rief die Abwehrreihe um Andreas Beer und Heiko Fischer eine grundsolide Leistung ab. Der SSV behauptete über den Satz hinweg seine Führung und verwandelte schließlich seinen Matchball beim 11:7 zum viel umjubelten Satz-, Spiel- und Turniersieg. Als in der abschließenden Begegnung auch noch der Gastgeber 2:0 gegen Schwieberdingen gewann, erreichte die Stimmung in der Halle einen Höhepunkt. Diesen sollten die Heidenauer allerdings nur kurz auskosten können, wartete doch noch die taggleiche Rückfahrt in die sächsische Heimat auf sie.


Mit einer sprichwörtlich weißen Weste von 8:0 Punkten und 8:0 Sätzen sichert sich der SSV Heidenau nicht nur erstmals den Süddeutschen Hallenmeistertitel in der Altersklasse 35+, sondern qualifiziert sich neben Vaihingen und Eibach für die Deutsche Meisterschaft. Die Endrunde, die man 2008, 2013 und 2014 als Deutscher Vizemeister hatte abschließen können, wird am 14. und 15. März im niedersächsischen Spenge stattfinden.

 

Die Abteilung Faustball des SSV Heidenau gratuliert seinen Süddeutschen Hallenmeistern 2015: Uwe Jänichen, Torsten Stimper, Andreas Beer, Ronni Schulze, Torsten Martin, Heiko Fischer und Dirk Hocher. (Bericht: Dirk Hocher)


Bilder: © Rouven Schönwandt (DM 2014 in Bredstedt)


3. Männer mit Big Points im Aufstiegsrennen

4. Spieltag der Bezirksklasse Dresden

 

Am letzten Spieltag der Bezirksklasse Dresden reiste die junge Heidenauer 3. Mannschaft in die Landeshauptstadt. Der gastgebende SV Dresden Mitte 1950 hatte bis dato noch kein Spiel verloren und war nur aufgrund eines noch bevorstehenden Spieltages nicht souveräner Tabellenführer der Liga.

 

In der EnergieVerbund Arena hatte Heidenau gleich in der ersten Partie des Tages Dresden Mitte vor der Brust. In dieser bewiesen die jungen SSV-Spieler, dass es – angeführt von den älteren und erfahrenen Spielern – auch die Möglichkeit gibt, einen Favoriten zu schlagen. Unerwartet sicher gewann man das Spiel in 2:0 Sätzen (11:8, 11:9). Der erste Schritt im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga war also getan.

 

In der folgenden Begegnung sollten nun die "alten Hasen" des SV Kubschütz geschlagen werden. Allerdings kam es anders als erwartet. Durch individuelle Fehler, viel Nervosität und Respekt vor den Routiniers wurde die junge Mannschaft ein um das andere Mal in Verlegenheit gebracht. Mit 6:11 und 9:11 wurden die Sätze und damit das Spiel an die Randbautzner abgegeben.

 

Wollte man sich in der Abschlusstabelle noch den wichtigen 2. Tabellenplatz sichern, musste man jetzt gegen den punktgleichen Absteiger aus der Bezirksliga siegen, den Radeberger SV. In diesem vorentscheidenden Duell startete man im ersten Spielabschnitt gut. Mit 11:6 ging der Satz an Heidenau. Im zweiten Durchgang ließ die Konzentration beim SSV nach und Radeberg konterte seinerseits mit einem 11:6-Satzsieg. Erst der 3. Satz brachte die Entscheidung. Und diese fiel deutlich aus. Am Ende der ersten Saison bei den Männern zeigte das junge Team noch einmal eine gute Leistung gewann mit 11:2 zum 2:1-Spielsieg.

 

Auf welchem Tabellenplatz sich der SSV in der Endabrechnung wiederfinden wird und ob es für den Aufstieg reicht, entscheidet sich am 8. März. Dann findet der letzte Spieltag der Ligakonkurrenz statt, bei dem Heidenau nur noch Kubschütz 4. und Bautzen den 2. Tabellenplatz streitig machen können. Beide Teams müssten dafür ihre insgesamt vier Spiele gewinnen – davon jeweils zwei gegen den SV Dresden Mitte. Die Hoffnung, auf einen Heidenauer Aufstieg sollte daher nicht unbegründet sein. Mit zehn Siegen aus vierzehn Spielen bleibt der SSV vorerst an der Tabellenspitze. (Bericht: Andreas Sawusch)

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball


Heidenauer U14-Nachwuchs ist Vize-Landesmeister

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball

Dresden. Am vergangenen Samstag hat der Heidenauer U14-Nachwuchs den Vize-Landesmeistertitel erringen können. Hatte man sich noch als Vorrundenvierter der Bezirksliga Dresden für die Titelkämpfe qualifiziert, überraschte das Team nun mit dem verdienten Gewinn der Silbermedaille.

 

In der Sporthalle des BSZ für Gesundheit schloss die Mannschaft um Kapitän Alexander Müller die Gruppenphase zunächst als Tabellenführer ab. Gegen den SV Walddorf setzte man sich mit einem 2:0-Sieg durch (11:7, 11:9). Ebenso in zwei Sätzen siegte der SSV gegen den Langebrücker BSV (12:10, 11:5).


Im Halbfinale traf Heidenau anschließend auf das vor der Partie leicht favorisierte Team vom SV Lok Schleife. So musste man den ersten Durchgang schließlich auch mit 8:11 abgeben, ehe im zweiten Spielabschnitt ein knapper 12:10-Sieg eingefahren wurde. Beflügelt drehte Heidenau im Entscheidungssatz noch einmal auf. Und nicht für möglich gehalten waren es die SSV-Jungs, die mit einem deutlichen 11:4 das Finalticket lösten.

 

Im Endspiel wartete danach mit dem SV Kubschütz der Deutsche Meister der vergangenen Feldspielzeit. Angeführt von Hauptangreifer Kai Mörbe zeigten die Randbautzner ihre ganze Klasse und sicherten sich mit einem 2:0-Sieg verdient den Sachsenmeistertitel (11:1, 11:4). Die Enttäuschung bei Heidenau währte aber nur kurz. Konnte man doch mit dem Halbfinalsieg gegen Schleife letztlich einen starken Vize-Meistertitel feiern.

 

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Bereits in der Vorwoche hatte die Heidenauer Jugend der Altersklasse U16 ebenfalls Silber auf Landesebene gewinnen können. Grundstein dafür waren zwei überzeugende 2:0-Siege in der Vorrunde gegen den SV Großdubrau (11:1, 11:1) und den SSV Blau-Weiß Gersdorf (11:0, 11:4).

 

Im anschließenden Halbfinale, in welchem die SG Chemie Zeitz auf das Team um Spielführer Nick Richter wartete, musste sich der SSV schon etwas mehr strecken. Letztlich zeigte sich aber die gewachsene Reife der Mannschaft. Ein 2:0-Sieg und der Einzug in das Finale der Landesmeisterschaft waren der verdiente Lohn (11:8, 11:3).

 

Im Spiel um den Sachsenmeistertitel fehlten anschließend die letzte Schlaghärte sowie ein noch sicherer Spielaufbau. Mit zwei 11:7-Satzsiegen setzte sich auch hier der SV Kubschütz durch. Für Heidenaus U16 war es dennoch ein sehr guter Erfolg, mit dem man sich für die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft qualifiziert hat. (Bericht: Martin Leichsenring)


3. Männer klettert schmeichelhaft an die Tabellenspitze

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball

3. Spieltag der Bezirksklasse Dresden

 

Zum 3. Spieltag der Bezirksklasse Dresden reiste die 3. Männermannschaft der Heidenauer Faustballer nach Baschütz. Am Rande Bautzens standen in einer Doppelrunde die Partien gegen den derzeit Letzten und Vorletzten der Tabelle an, den SV Empor Löbau 1. und 2.

 

Jedoch sollten es nicht die beiden angestrebten sicheren Siege gegen die Gastgeber werden. Ungewöhnlich schwer kam der SSV in die Gänge. Schon in der Hinspielrunde hatte man Probleme mit der Gegnerschaft, konnte aber letzten Endes beide Spiele jeweils in 2:0 Sätzen für sich entscheiden (gegen Löbau 1 mit 11:7 und 11:3 │ gegen Neuling Löbau 2 mit 11:6 und 11:5).

 

Die Spielpause und die trotz mäßiger Vorstellung sehr klaren Siege taten der Mannschaft offensichtlich nicht gut. Denn mit Beginn der Rückrunde stellte sich spielerisch keine Trendwende ein – im Gegenteil. Konnte man gegen Löbau 1. noch zum 1:1-Satzgewinn ausgleichen, verlor man den 3. Durchgang nach enttäuschenden Ballwechseln und damit das Spiel mit 1:2 (8:11, 11:8, 9:11). Auch in der letzten Begegnung gegen die Löbauer Reserve wackelte man, ohne jedoch zu fallen. Mit einem weiteren 2:0 ging man als Sieger vom Feld (11:7, 12:10).

 

Die Momentaufnahme „Baschütz“ bringt für die junge Mannschaft die Erkenntnis, dass man sich in seinem Spiel nicht dem ggf. niedrigeren Level eines Gegners anpassen sollte. Und dass man sich deutlich wird steigern müssen, um beim Abschlussspieltag in der kommenden Woche in Dresden den erhofften zweiten Tabellenplatz zu erringen. Gleichwohl wissen Trainer und Betreuer, dass es Zeit braucht, damit ein junges Team zusammenwächst und mit Konstanz und dem notwendigen Durchsetzungsvermögen die eigenen Spiele bestreitet. Heute einen Schritt zurück, kommenden Samstag zwei Schritte voran. Mit alter Stärke ist und bleibt das möglich. Aufgrund der teils noch offenen Spiele der Ligakonkurrenz klettert der SSV an die Tabellenspitze. (Bericht: Andreas Sawusch)


SSV-Faustballer verlieren zum Saisonabschluss

8. Spieltag der 2. Bundesliga Süd

 

Heidenau. Am letzten Spieltag dieser Hallensaison empfingen die Heidenauer Faustballer die Teams vom TuS Frammersbach und dem TV Unterhaugstett. Die Gäste nahmen vor dem Spieltag die Plätze 3 und 4 in der Tabelle ein. Unterhaugstett sollte wider Erwarten ohne seinen 35-fachen Deutschen Nationalspieler Christian Erlenmayer anreisen.

 

In der ersten Partie des Tages traf der SSV auf die junge Mannschaft aus Frammersbach, die – im Vergleich zum Hinspiel – mit relativ wenig Gegenwehr begann. So sicherten sich die Hausherren den ersten Satz überraschend deutlich mit 11:6. Vor allem Hauptangreifer Matthias Zirr punktete dabei immer wieder mit kurz geschlagenen Angriffsbällen aus dem Spiel heraus. Auch im zweiten Durchgang setzte Heidenau die Bayern weiter unter Druck und erkämpfte sich bei 10:7 drei Satzbälle. Die ersten beiden wurden abgewehrt. Der dritte blieb ebenfalls durch eine aus Heidenauer Sicht unglückliche Entscheidung des Schiedsrichtergespanns ungenutzt. Statt einer 2:0-Satzführung für den SSV nach einem ins Aus geschlagenen, gegnerischen Ball witterte so Frammersbach plötzlich wieder Morgenluft. Mehr noch fand die TuS nun zu ihrem Spiel und gewann den Satz knapp mit 13:11 in der Verlängerung. In den Spielabschnitten 3 und 4 lief Heidenau jeweils einem Rückstand hinterher. Zwar agierte man aus einer an diesem Tag selten geforderten Abwehr um Ronni und Jan Schulze sowie Martin Leichsenring heraus, doch gelang es Frammersbach schließlich, die Partie angeführt von seinem Routinier Jochen Interwies in 3:1 Sätzen für sich zu entscheiden (6:11, 13:11, 11:7, 11:8).

 

In der folgenden Begegnung zwischen Frammersbach und Unterhaugstett ging Unterhaugstett in 3:1 Sätzen als Sieger vom Feld (12:14, 11:8, 11:5, 11:9).

 

Im letzten Spiel der Saison wartete danach noch einmal Unterhaugstett auf den SSV. Heidenau ging schnell mit 5:1 in Führung. Die Schwaben aber gaben sich nicht geschlagen, sondern glichen erst bei 8:8 aus und verwandelten ihren ersten Satzball mit dem 11:9. Der zweite Spielabschnitt begann spiegelbildlich zum ersten. Unterhaugstett setzte sich mit 5:1 ab und behauptete diesen Vorsprung bis zum 11:7. Dass das Heidenauer Zuspiel in dieser Phase nicht immer optimal gestellt wurde, erschwerte dem eigenen Angriff, entscheidend Druck aufzubauen. Im dritten Satz bewies Heidenau noch einmal Herz, als man nach einem zwischenzeitlichen 1:5- und 7:10-Rückstand jeweils den Ausgleich herstellen konnte. Letztlich machte jedoch die individuelle Klasse der Unterhaugstetter den Unterschied. Am Ende wies man den SSV in 3:0 Sätzen in die Schranken (11:9, 11:7, 12:10).

 

Fazit: Das junge Heidenauer Bundesliga-Team hat die Erwartungen in dieser Spielzeit nicht erfüllen können. Ohne Punktgewinn steht man zum Ende der Saison am Tabellenende. Lediglich acht Satzgewinne wurden verbucht. Vor allem bei Auswärtsspieltagen konnte der SSV zu selten Akzente setzen. Dass man als Mannschaft aus dem Osten der Republik Anfahrten bewältigen musste, die im Regelfall doppelt so weit waren wie die der Gegnerschaft, kann dabei nur eine Randnotiz sein. Mehr als 5.300 Kilometer wurden bei den insgesamt fünf Auswärtsspieltagen zurückgelegt. Die 2. Heidenauer Männermannschaft hat in der vergangenen Woche mit dem Gewinn des Sachsenmeistertitels das Recht zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga Süd erworben. Mit einem eigenen Aufstieg könnte man den Abstieg der 1. Mannschaft verhindern. In den nächsten Tagen wird entschieden, ob man an den Aufstiegsspielen teilnehmen wird.

 

Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Martin Leichsenring, Matthias Zirr, Hagen Fischer, Julian Scharf, Heiko Fischer und Sebastian Kehrer. (Bericht: Martin Leichsenring)

Bild: © Martin Leichsenring


U18-Team ist Vize-Landesmeister

Bild: © Dirk Hocher

Heidenau. Am vergangenen Samstag hat sich die Heidenauer Nachwuchsmannschaft der U16 männlich für die Süddeutsche Meisterschaft qualifiziert. Beim Finale der sächsischen Oberliga verteidigte man den zweiten Tabellenplatz in der Liga und sicherte sich den Vizemeistertitel hinter dem SV Kubschütz.

 

Grundstein dafür waren zwei überzeugende 2:0-Siege in der Vorrunde gegen den SV Großdubrau (11:1, 11:1) und den SSV Blau-Weiß Gersdorf (11:0, 11:4). Im anschließenden Halbfinale, in welchem die SG Chemie Zeitz auf das Team um Kapitän Nick Richter wartete, musste sich der SSV schon etwas mehr strecken. Letztlich zeigte sich aber die gewachsene Reife der Mannschaft. Ein 2:0-Sieg und der Einzug in das Finale der Landesmeisterschaft waren der verdiente Lohn (11:8, 11:3).

 

Im Spiel um den Sachsenmeistertitel fehlten anschließend die letzte Schlaghärte sowie ein noch sicherer Spielaufbau. Mit zwei 11:7-Satzsiegen setzte sich Kubschütz durch. Für unsere junge Mannschaft war es dennoch ein sehr guter Erfolg. Wir wünschen dem Team weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg. Eine wichtige Erfahrung soll und wird dabei die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft sein (Bericht: Martin Schiller).

 

*Anmerkung der Redaktion:

Die Abteilung Faustball des SSV Heidenau dankt Trainer Martin Schiller, dass er erneut mit viel Geduld und Engagement eine junge Truppe aufgebaut und in die Erfolgsspur gebracht hat.


Oberliga-Team krönt sich zum Sachsenmeister

Heidenau. Gestern fand in Heidenau die Finalrunde der besten vier Herrenmannschaften der Oberliga Sachsen im Hallenfaustball statt. Als Vorrundenprimus war der SSV Heidenau 2. Gastgeber für die Teams vom Langebrücker BSV, dem FSV Rittersgrün und vom SV Kubschütz.

 

Im ersten Halbfinale traf der SSV um Spielführer Uwe Jänichen auf den Vorrundenvierten, den Langebrücker BSV. In der Startaufstellung Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff sowie Torsten Stimper, Andreas Beer und Torsten Martin in der Abwehr erwischte Heidenau einen Start nach Maß. Schnell konnte eine 2-Bälle-Führung herausgespielt werden. Dann aber stockte der Motor im Heidenauer Spiel. Die junge Langebrücker Mannschaft steigerte sich und kam immer wieder über die an diesem Tag überragend spielenden Eric und Robin Fritzsche zu direkten Punkten. Heidenau verkürzte noch einmal beim Stand von 7:9, konnte aber den Satzverlust bei 8:11 nicht mehr verhindern. Auch im 2. Satz schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Langebrück auch diesen gewinnen würde. Nach einem 3:6-Ballrückstand sah es nicht gut aus für den SSV, ehe sich die Routiniers wieder zurück ins Spiel kämpften. Beim Stand von 6:6 war der Satz wieder offen. Aber Langebrück konterte und ging wieder mit zwei Bällen in Führung. In einer spannenden Schlussphase war es dann Uwe Jänichen, der nach dem 9:9 die letzten zwei Angriffe in Punkte für den Gastgeber verwandelte. Der Satzausgleich war hergestellt. In der Anfangsphase des 3. Satzes überrollte der SSV die Randdresdner bis zum 5:1. Aber auch hier kämpfte sich der Vorrundenvierte wieder zurück, konnte sich aber letztlich der 7:11-Niederlage nicht mehr erwehren. Selbstbewusst und mit einer 2:1-Satzführung im Rücken sollte nun auch der 4. Satz gewonnen werden. Langebrück setzte noch einmal ein Ausrufezeichen und führte zum Entsetzen der Heidenauer Zuschauer schnell mit 7:2 und 8:4. Doch dann startete Heidenau eine Serie. Als beim Stand von 8:8 Torsten Stimper einen fast unerreichbaren Aufschlag des Langebrücker Hauptangreifers „aus den Tribünen“ klären konnte, wendete sich das Blatt. Heidenau kämpfte, auch wenn spielerisch nicht alles gelang und siegte schließlich mit 11:8 Bällen und somit in 3:1 Sätzen (8:11, 11:9, 11:7, 11:8).

 

Im zweiten Halbfinale traf der Vorrundenzweite vom FSV Rittersgrün auf den Dritten vom SV Kubschütz. Ohne ihren Kapitän Toni Schreinert und Sören Hanf antretend lag viel auf den Schultern des Rittersgrüner Angreifers Guido Goldmann. Doch Kubschütz war in Satz 1 konsequenter und siegte mit 11:7. Wer glaubte, dass sich Rittersgrün nun geschlagen gab, sah sich getäuscht. Mit einer starken kämpferischen Leistung stellte Rittersgrün mit 11:8 den Satzausgleich her. Doch ab dem 3. Durchgang machte sich ein Kräfteschwund bei der Rittersgrüner Fünf bemerkbar. Mit einem 11:2 untermauerte Kubschütz seine Ambitionen auf den Sachsenmeistertitel. Auch der Spielverlauf des vierten Spielabschnittes war anschließend eine klare Sache für die Randbautzener. So zogen die Kubschützer mit einem 3:1-Spielgewinn ins Finale gegen Heidenau ein.

 

Im Spiel um Platz 3 ging Langebrück glatt in 3:0 Sätzen gegen Rittersgrün als Sieger vom Feld (11:8, 11:8, 11:7).

 

Nach einer langen Saison kam es nun zum Showdown zwischen den besten Mannschaften der Oberliga Sachsen. Der ambitionierte Herausforderer vom SV Kubschütz trat mit der Startformation Dominic Döcke und Paul Woite im Angriff, Torsten Josinger und Kapitän Marko Pech in der Abwehr sowie dem Ex-Heidenauer Ronald Hoffmann im Zuspiel an. Für Heidenau griff Trainer Torsten Martin noch einmal in die Trickkiste. So sollten es Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff sowie Andreas Beer, Torsten Stimper und der neu in die Mannschaft gekommene Jörg Fritzsche in der Abwehr richten. Heidenau begann hoch konzentriert und ging in Satz 1 schnell mit 9:1 in Führung. Dass es dann doch noch bis zum 11:5 Satzgewinn dauerte, lag an einer Steigerung der Kubschützer Fünf. Im Gefühl des zurückliegenden sicheren Satzgewinns schlichen sich im zweiten Durchgang kleine Unkonzentriertheiten in das SSV-Spiel ein. Kubschütz legte noch eine Schippe drauf und kam immer wieder über seine Angreifer Dominic Döcke und Paul Woite zu Punktgewinnen. Folgerichtig siegte Kubschütz mit 11:7 und stellte den Satzausgleich her. In Satz 3 erwischte wieder Kubschütz den besseren Start. Ein um das andere Mal konnte Roland Hoffmann auf der Mittelposition die Angaben von Uwe Jänichen abfangen und über Paul Woite in eigene Punkte verwandeln. Doch Heidenau gab nicht auf und glich bei 5:5 aus. Von nun an spielte Heidenau in gewohnter Manier. Die Angaben der Kubschützer konnten sicher abgefangen und über ein ebenso effizient wie sicher vorgetragenes Angriffsspiel an der Leine in direkte Punkte umgemünzt werden. Mit 11:8 sicherte sich der Gastgeber damit auch den zweiten Satzgewinn. Im 4. Satz wechselte die Führung gleich mehrfach. Über die Stationen 4:4 und 8:8 konnte sich keine der beiden Mannschaften einen 2-Bälle-Vorsprung erspielen. Erst in der Schlussphase führte Kubschütz mit 10:8. Drei Satzbälle standen für einen 2:2-Satzausgleich zu Buche. Heidenau musste reagieren. Und das tat man. Mit einer taktischen Umstellung rückte Dirk Hocher in die Abwehr und Andreas Beer wechselte seinerseits in den Angriff. Mit dieser Rochade bog man auf die Siegerstraße ein. Als nach einem langen Ballwechsel Andreas Beer mit einem Angriffspunkt zum 10:10 ausgleichen konnte, wollte der SSV den sprichwörtlichen Sack nun endlich zu machen. Und das gelang. Eine robust stehende Abwehrreihe parierte die beiden folgenden Angaben und der Heidenauer Angriff vollendete zum 12:10-Satz- und 3:1-Spielgewinn (11:5, 7:11, 11:8, 12:10).

 

Freudestrahlend lag sich Heidenau in den Armen. Zum nunmehr 14. Mal seit 2006 konnte der SSV Heidenau 2. den Sachsenmeistertitel im Hallen- bzw. Feldfaustball einfahren. Aber auch der SV Kubschütz hatte Grund zum Feiern. Beide Mannschaften können Sachsen bei den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga Süd vertreten, welche voraussichtlich am 21. und 22. Februar 2015 in Bautzen stattfinden werden. Dann werden die Karten wieder neu gemischt. Als Gastgeber wird Kubschütz versuchen, den Spieß umzudrehen und sich einen der beiden Aufstiegsplätze zu sichern. Unter anderem gegen die ehemaligen Bundesligisten Unterpfaffenhofen, Waldrennach 2. und Vaihingen wird das allerdings für beide sächsischen Vertreter nicht leicht.

 

Wir gratulieren den Sachsenmeistern Lars Vogt, Andreas Sawusch, Uwe Jänichen, Andreas Beer, Torsten Stimper, Jörg Fritzsche, Torsten Martin und Dirk Hocher zu einer nahezu perfekten Saison und wünschen Alles Gute und viel Erfolg bei den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga. (Bericht: Dirk Hocher)

Bild: © Daniel Förster


Bundesliga-Team weiter ohne Punkterfolg

Augsburg. Der vorletzte Spieltag der 2. Bundesliga Süd führte die Heidenauer Faustballer am vergangenen Samstag in das bayerische Augsburg. Dort sollte den SSV neben dem aktuell in der Liga zweitplatzierten Gastgeber der TV Heuchlingen erwarten. Gegen beide Teams hatte man sich in der Hinrunde zwei hochdramatische Duelle geliefert, bei denen die Gegnerschaft jeweils in einem Fünf-Satz-Krimi das Glück auf ihrer Seite hatte. Mit dem Ziel, erneut zwei Partien auf Augenhöhe zu bestreiten, erreichte Heidenau nach einer gut vierstündigen Anreise den Spielort. An diesem trafen zunächst Augsburg und Heuchlingen aufeinander. Selten gefährdet setzte sich dabei der Gastgeber in 3:1 Sätzen durch (11:5, 11:3, 6:11, 11:8).

 

Im Anschluss startete der SSV mit seinem Spiel gegen den Tabellenvorletzten aus Heuchlingen in den Spieltag. Heidenau begann nervös und mit vielen Eigenfehlern im Angriff. In der Konsequenz ging der erste Durchgang mit 11:4 an die Schaben. Auch im zweiten Satz stellt sich bis zum Stand von 1:10 keine Besserung ein. Erst dann fand Heidenau zu seinem Spiel, punktete zehn Mal in Serie und kam – für niemanden in der Halle für möglich gehalten – bei 11:10 zu einem Satzball. Doch Heuchlingen nutzte sein Timeout und brachte Heidenau erst aus seinem Rhythmus und wenig später von der Siegerstraße ab. So setzte man sich letztlich knapp mit 13:11 in der Verlängerung durch. Nach der zwischenzeitlich begeisternden Aufholjagd wechselte Heidenau sichtlich enttäuscht die Spielfeldhälfte, um im dritten Spielabschnitt unter Zugzwang gegen den 0:2-Satzrückstand anzukämpfen. In diesem wurde der SSV-Angriff der Drucksituation nicht gerecht. Durch eine erhebliche Fehlerquote im Überschlag besiegte man sich beinahe selbst. Verdient ging damit Heuchlingen glatt in drei Sätzen als Sieger vom Feld (11:4, 13:11, 11:9). Als positiv zu erwähnen bleibt, dass Heidenau nennenswerte Fortschritte bei der Abwehr kurz geschlagener Angriffe verzeichnen konnte. Beinahe alle wurden von der Vordermannschaft pariert.

 

Im letzten Spiel des Tages gegen Augsburg begann der Heidenauer Hauptangriff wiederum mit den technischen Defiziten, die ihn über weite Teile der vorherigen Sätze begleitet hatten. Deutlich wurde der Durchgang mit 11:2 an die Hausherren abgegeben, die im vergangenen Jahr noch in der 1. Bundesliga aufgelaufen waren. Der SSV reagierte und rotierte im Überschlag. So kamen Sebastian Kehrer und Julian Scharf ins Spiel. Letzterer sollte anschließend mit drei schnellen Angabepunkten für eine Belebung des Heidenauer Spiels sorgen. Den Spielverlauf entscheidend beeinflussen, sollten allerdings auch die beiden Youngster nicht mehr können. Mit 3:0 gingen die Partie an Augsburg (11:2, 11:6, 11:5).

 

Am kommenden Samstag bestreitet Heidenau seinen Abschlussspieltag in eigener Halle gegen die Gäste aus Frammersbach und Unterhaugstett. Ob die mittlerweile als Sachsenmeister feststehende zweite Männermannschaft des SSV an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga teilnehmen wird, um den Abstieg des ersten Teams zu verhindern, wird auch davon abhängen, mit welcher Leistung sich diese bei eigenem Heimvorteil präsentieren wird. Zweifellos braucht das junge erste Kollektiv Zeit, um in seiner Spielanlage zu reifen. Inwieweit das weiter im Spielbetrieb auf nationaler Ebene erfolgen sollte oder die Zukunft nachhaltiger in der Oberliga aufgebaut werden kann, bleibt ergebnisoffen mit allen Beteiligten zu diskutieren.

 

Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Matthias Zirr, Heiko Fischer, Martin Leichsenring, Sebastian Kehrer und Julian Scharf. (Bericht: Martin Leichsenring)

Bild: © TV Augsburg, Abteilung Faustball


3. Männer klettert auf zweiten Tabellenplatz

Am 2. Spieltag der Bezirksklasse Dresden bekam es die neu formierte 3. Mannschaft des SSV Heidenau mit dem Spitzenreiter vom MSV Bautzen 04 und der 4. Mannschaft des SV Kubschütz zu tun. Es sollte ein weiterer Prüfstein für die Nachwuchsspieler werden, um sich auf den rauen Wind bei den Männern einzustellen. Unterstützung fanden die jungen Spieler durch erfahrenere Akteure, die bisher im 2. Männer-Team aktiv waren, in dieser Saison jedoch für das dritte Kollektiv auflaufen.

 

In der Hinspielrunde konnte der Gast aus Bautzen durch einige gute Spielzüge in die Schranken gewiesen und ein 2-Satzsieg eingefahren werden (11:7, 11:8). Die Mannschaft aus Kubschütz war danach allerdings noch eine Nummer zu groß. Der Sieg ging mit 2:0 an die Gäste (14:12, 11:5).

 

In der Rückspielrunde konnte wieder mit einem Sieg gegen den Bautzener Tabellenführer begonnen werden. Durch ein 11:5 und 15:13 beendeten die Hausherren die Begegnung mit 2:0 zu ihrem Gunsten. In der letzten und gleichzeitig besten Heidenauer Partie des Tages gegen Kubschütz sollte dieses Mal das Glück auf der Seite des SSV sein. Nach einem hart umkämpften Spiel stand es 1:1 nach Sätzen (11:9, 6:11). Ein Entscheidungssatz musste her, den die Heidenauer nach viel Kampf und auch etwas Glück mit 13:11 für sich entscheiden konnten. Ein gelungener Tag für die jungen Spieler, die mit diesem Ergebnis von 6:2 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz klettern (Bericht: Andreas Sawusch).

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball


SSV Heidenau verteidigt Titel beim Dresdner Neujahrsturnier

Bild: © Martin Leichsenring

Dresden. Zum traditionellen Jahresauftakt im Hallenfaustball nahm der SSV Heidenau am Neujahrsturnier des ESV Dresden mit einer Allstarauswahl der 1. und 2. Männermannschaft teil. Bei der 51. Auflage des an zwei Tagen ausgetragenen und wohl prestigeträchtigsten Hallenfaustballturniers in Ostdeutschland ermittelten insgesamt zwölf Männer- und sechs Frauenteams ihre jeweiligen Champions.

 

Im Männerwettbewerb, welcher entgegen dem Punktspielbetrieb in Zeitspielen á zwei Mal 8 Minuten ausgetragen wurde, traf der SSV als Titelverteidiger in Gruppe A auf den USV TU Dresden, den TSV Bachfeld, den SV Groitzsch, den ESV Hirschrode und den SSV Blau-Weiß Gersdorf. Die Gruppe B setzte sich aus dem Erstbundesligisten STERN Kaulsdorf, STERN Kaulsdorf AK 45, TEAM Turbo Potsdam, der SG Bademeusel, Motor Henningsdorf sowie dem Gastgeber vom ESV Dresden zusammen.

 

Im Eröffnungsspiel ging es für Heidenau am Samstag gleich gegen alte Bekannte aus der Oberliga Sachsen, den SSV Blau-Weiß Gersdorf. In der Aufstellung Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff, Hagen Fischer und Andreas Beer in der Abwehr sowie Ronni Schulze im Zuspiel wurde Gersdorf mit 27:12 unerwartet klar in die Schranken gewiesen.

 

Mit zwei Zählern auf der Habenseite traf der SSV in Spiel 2 auf den USV TU Dresden, der u. a. mit den Deutschen Meistern Sascha Krause und Roland Michaels, dem Erstbundesligaspieler Jirka Krause und dem Neu-Heidenauer Torsten Stimper antrat. Das letztlich vorweggenommene Endspiel sah beide Teams auf Augenhöhe. Führte der SSV anfangs mit zwei Bällen, brachten immer wieder starke Angaben von Sascha Krause den USV heran. Als zwei Minuten vor Spielende der SSV mit 15:13 in Führung ging, schien das Pendel zugunsten der Heidenauer auszuschlagen. Doch Dresden steigerte sich noch einmal und kam zum 16:16-Ausgleich. Von da an gelang Heidenau nichts mehr und so ging das Spiel mit 16:19 verloren.

 

Auch in der dritten Begegnung der Samstagrunde fand Heidenau zunächst nicht zu seinem Rhythmus. Groitzsch mit dem ehemaligen Heidenauer Bundesligaangreifer Daniel Triebe hielt die Partie lange ausgeglichen. Erst in der Endphase steigerte sich der SSV deutlich. Als Groitzsch versuchte, Uwe Jänichen mit gezielten Angaben aus dem Spiel zu nehmen, war es Andreas Beer, der mit einer Serie von Angriffspunkten den 19:16-Matchgewinn sicherte.

 

Im abschließenden Match des Samstags traf Heidenau auf den Ex-Bundesligisten aus Bachfeld. Da die Thüringer nur mit vier Spielern angereist waren, half in allen Bachfelder Begegnungen Dirk Hocher aus. Für ihn rückte Torsten Stimper in die Heidenauer Abwehrreihe. Der SSV begann hoch konzentriert und führte schnell mit vier Bällen. Dieser Vorsprung wurde bei 22:18 über die Zeit gerettet. Mit 6:2 Punkten beendete man damit den ersten Wettkampftag auf dem sicheren 2. Gruppenplatz.

 

Im ersten Spiel des Sonntags wartete noch einmal ein Vorrundenspiel gegen den ESV Hirschrode mit dem Heidenauer Bundesligaspieler Julian Scharf auf den SSV. Was der Papierform folgend eine Pflichtaufgabe zu sein schien, entwickelte sich für Heidenau zum Albtraum. Das hochmotivierte Nachwuchsteam mit Spielern aus ganz Sachsen (zwischen 15 und 22 Jahren) bot sein bestes Turnierspiel und lies die Heidenauer Fünf einfach nicht ins Spiel kommen. Ein wie entfesselt auflaufender Julian Scharf fügte dem SSV fast im Alleingang eine bittere 12:19-Niederlage zu. Dass es dennoch für den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Qualifikation für das Halbfinale reichte, war zwar bereits am Samstag klar gewesen, doch musste in den weiteren Begegnungen eine Leistungssteigerung folgen.

 

Auch in Gruppe B machten es sich die Favoriten aus Bademeusel und von STERN Kaulsdorf selbst schwer. So konnte sich der gastgebende ESV Dresden nach tollen Vorrundenspielen als Gruppen-Primus vor STERN Kaulsdorf durchsetzen. Der Erstligist, der in Bestbesetzung auflief, profitierte dabei von der nicht für möglich gehaltenen Niederlage der Bademeuseler gegen STERN Kaulsdorfer AK 45.

 

Im ersten Halbfinale zeigte der USV TU Dresden seine ganze Klasse und setzte sich mit 23:10 gegen enttäuschende Berliner von STERN Kaulsdorf durch.

 

Im zweiten Halbfinale traf nun Heidenau auf den Gastgeber. Mit den zahlreichen Zuschauern und dem Heimvorteil im Rücken wollte der ESV nun endlich auch einmal gegen Heidenau gewinnen. Doch sollte das nicht gelingen. Vom ersten Ballwechsel an konnten die Dresdner Angaben von der Abwehrreihe entschärft und in Punktgewinne durch Uwe Jänichen verwandelt werden. Dabei überzeugten die etatmäßigen Angreifer Hagen Fischer und Andreas Beer als Abwehrbollwerk – trotz des nur sehr begrenzten Auslaufbereichs in der Halle. So zog man mit einem auch in der Höhe verdienten 21:10 in das Endspiel ein, wo in einer Neuauflage des Vorjahresfinales der USV TU Dresden auf Heidenau wartete.

 

Davor gewann der Erstbundesligist von STERN Kaulsdorf mit 22:17 das Spiel um Platz 3 gegen den ESV Dresden. Im letzten und somit 51. Spiel des Wochenendes musste nun der Champion gekrönt werden. Gespielt wurde auf zwei Gewinnsätze bis 11 Punkte.

 

Mit breiter Brust durch den Halbfinalsieg ging Heidenau konzentriert ins Spiel. Aus den Erfahrungen der Vorrundenniederlage galt es, vor allem die scharfen Angaben von Sascha Krause zu parieren. Dies gelang im ersten Satz sehr gut. Mit zwei Punkten Vorsprung im Rücken war es erneut die Heidenauer Abwehrreihe, die den SSV im Spiel hielt. Als beim 6:6 die Führung zu kippen drohte, behauptete Uwe Jänichen in der Folge mit starken Angaben die Führung. So gewannen die Heidenauer den ersten Durchgang mit 11:7.

 

In Satz 2 verkehrten sich die Vorzeichen ins Negative. Mit guten Abwehrleistungen von Roland Michaels und Torsten Stimper gelang es Dresden, sich eine Führung mit zwei Bällen zu erspielen. Heidenau hielt dagegen, doch ging der zweite Spielabschnitt letztlich verdient mit 11:8 an den USV.

 

Somit musste die Entscheidung mit dem dritten Durchgang fallen. Dass hier Nuancen den Ausschlag geben würden, war allen Akteuren von Beginn an klar. Noch einmal wurden alle Kräfte mobilisiert. Und wieder war es Uwe Jänichen, der durch einen starken Aufschlag den ersten Punkt erspielte. Beim Stand von 6:5 für den SSV wurden die Seiten gewechselt. Heidenau kämpfte aufopferungsvoll und schaffte es, zwei Angaben von Sascha Krause abzuwehren und in eigene Punkte zu verwandeln. Dresden aber schlug zurück. Beim 9:9 hatte der USV den Aufschlagvorteil. Allerdings sollte man ihn nicht nutzen. Denn mit einer Dresdner Fehlangabe kam Heidenau zu seinem ersten Matchball. Der folgende Aufschlag wurde abgewehrt. Und mit einem Angriffspunkt zum 11:9 machte der SSV die Titelverteidigung in 2:1-Sätzen perfekt (11:7, 8:11, 11:9). Heidenau lag sich jubelnd in den Armen. Ein hochklassisches wie -dramatisches Finale war zu Ende gegangen.

 

Das parallel stattfindende Damenturnier gewann der ESV Schwerin, vor dem ESV Dresden und dem VfK Berlin. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an den ausrichtenden ESV Dresden mit seinen ehrenamtlichen Helfern. Mit ihrem Einsatz haben sie sichergestellt, dass das Event wieder zu dem Erfolg wird, der es schließlich geworden ist. Danke.

 

Für Heidenau spielten Uwe Jänichen, Dirk Hocher, Hagen Fischer, Andreas Beer und Ronni Schulze. (Bericht: Dirk Hocher)


Ergebnisse des Weihnachtsskat- und Pokerturniers der Abteilung Faustball des SSV Heidenau e.V.

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball

Zum Jahresabschluss der Abteilung Faustball wurden gestern im Keglerheim des KSV Heidenau e.V. beim traditionellen Weihnachtsskat- und Pokerturnier die Karten im wahrsten Sinne des Wortes neu gemischt. Insgesamt 21 Sportfreunde folgten der Einladung des Abteilungsleiters Bernd Martin. Das Starterfeld setzte sich aus der 1. und 2. Männer sowie den Seniorenmannschaften zusammen.

 

Zum Turnierskat schrieben sich 12 Sportfreunde der Abteilung beim Organisationskomitee um Martin Schiller, Petra und Frank Lange ein. Gespielt wurde an 3 Tischen á 4 Skatbrüdern in zwei Runden á 36 Spiele. Die Motivation der Jungs war groß, galt es doch die Platzierungen aus dem Vorjahr zu verbessern und den alten Champion Andreas Sawusch vom Thron zu stoßen. Nach der Auslosung der einzelnen Spielteilnehmer zu den Tischrunden ging es pünktlich 17:30 Uhr los. Die erste Runde sah Andreas Beer (1.156 Punkte) vor Uwe Jänichen (1.099 Punkte) und Andreas Sawusch (892 Punkten) vorn, gefolgt von Gunter Fleischer (764 Punkten), Dirk Hocher (760 Punkten) und Frank Lange (617 Punkten).

 

Nach einer kurzen Pause, die zum reichhaltigen Abendessen genutzt wurde, startete die zweite und somit finale Spielrunde. Dass Alter nicht vor guten Spielen schützt, sah man in der Folge. Frank Lange, Gerd Richter und Ralf Büttner spielten eine sagenhafte zweite Runde und setzten das Spitzentrio unter Druck. Dass am Ende trotzdem die „üblichen“ Verdächtigen die Trophäen einsammelten, lag sicherlich nicht nur am Spielglück.

 

Auf dem Podest nahmen als Sieger und Titelverteidiger Andreas Sawusch, der Anhaltiner Andreas Beer und Uwe Jänichen Platz.

 

Die Ergebnisse des Skatturniers im Einzelnen:

1.) Andreas „Der Skatgott“ Sawusch ________ 2.005 Punkte

2.) Andreas „Der Anhaltiner“ Beer __________ 1.656 Punkte

3.) Uwe „Der auch Skat kann“ Jänichen _____ 1.543 Punkte

4.) Frank Lange _____________________________ 1.449 Punkte

5.) Gunter Fleischer ________________________ 1.380 Punkte

6.) Gerd Richter ____________________________ 1.161 Punkte

7.) Dirk Hocher _____________________________ 1.143 Punkte

8.) Ralf Büttner _____________________________ 1.077 Punkte

9.) Willi Busch ______________________________ 1.068 Punkte

10.) Martin Schiller ___________________________ 961 Punkte

11.) Klaus Adler ______________________________ 895 Punkte

12.) Gastspieler Alex _________________________ 620 Punkte

 

Als Randnotiz sollen folgende Fakten nicht ungeschrieben bleiben. Die größte Leistungssteigerung erspielte sich Uwe vom vorjährigen letzten Platz auf Silber. Das ewig junge Duell zwischen Frank Lange und Gunter Fleischer gewann wieder einmal der Heidenauer Frank Lange. Das Jungseniorenteam der Männer 35+ belegte nicht nur die ersten drei Plätze, sondern sah auch optisch besser aus ...

 

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Parallel zum Skatturnier fand der traditionelle Poker-Entscheid in der Variante Texas Hold´em statt. Insgesamt sechs Spieler komplettierten Tisch. Das Preisgeld in Höhe von 12,00 EUR setzte sich aus den Einsätzen von 2,00 EUR je Spieler zusammen.

 

Die Runde erstreckte sich über einen Zeitraum von fünf Stunden – mit zwischenzeitlicher Stärkung – und endet 23:30 Uhr. Dabei trafen im Spielverlauf höchst unterschiedliche Strategien aufeinander: Von einem impulsiv-aggressiven, teils ungeduldigen Setzverhalten (Jan in der letzten Stunde) bis hin zu einer sehr stringenten, restriktiv-berechnenden Auslegung (Martin) waren alle Spieltypen am Tisch vertreten. Am Ende setzte sich Matthias nach Auszählung der übrigen Chips gegen Neuling Martin durch.


Die Ergebnisse des Pokerturniers im Einzelnen:

1.) Matthias

2.) Martin

3.) Hagen

4.) Jan

5.) Thomas

6.) Ronni

 

Nach der Siegerehrung der beiden Turniere war der Tenor aller Teilnehmer klar. Auf ein Neues im Jahr 2015! Euer Dirk

Bilder: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball


SSV Heidenau 2. wird Herbstmeister

Heidenau. Zum letzten Punktspieltag der Faustball-Oberliga traf der gastgebende SSV Heidenau 2. am vergangenen Sonntag auf die Mannschaften vom SSV Blau-Weiß Gersdorf und vom SV Kubschütz 2. Im Eröffnungsspiel setzte sich unerwartet der Tabellen-Siebente aus Kubschütz (4:20 Punkte) gegen Gersdorf (12:12 Punkte) mit 2:0 Sätzen durch (14:12, 11:3).

 

Im zweiten Spiel des Tages griff nun der Gastgeber ins Spielgeschehen ein. Gegen die in prekärer Abstiegsnot befindlichen Kubschützer sollte ein ungefährdeter Sieg eingefahren werden. Trainer Torsten Martin musste zum wiederholten Male auf eine veränderte Startformation zurückgreifen. Aufgrund von Verletzungen standen sowohl Torsten Götz und Lars Vogt als auch Torsten Martin als Spieler nicht zur Verfügung. Mit der Starting Five um Spielführer Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff sowie Andreas Beer, Torsten Stimper und Holger Martin in der Abwehr ging der SSV hoch konzentriert in Satz 1 und baute die Führung kontinuierlich bis zum Satzgewinn von 11:6 aus. Auch der zweite Durchgang spiegelte mit 11:5 einen Klassenunterschied zwischen beiden Teams wider.

 

Das abschließende Duell der Hinrunde bestritten die beiden SSV-Mannschaften aus Gersdorf und Heidenau. Die Gäste aus Gersdorf um Angreifer Thomas Kempt und den ehemaligen Heidenauer Spieler Mike Braune wollten die peinliche Niederlage gegen den SV Kubschütz vergessen machen und starteten mit den ersten Punkten in Satz 1. Beim Stand von 5:5 glich Heidenau das erste Mal aus und erspielte sich eine komfortable 9:6-Führung. Dass trotz bislang nur einer Punktspielniederlage in dieser Saison nicht alles reibungslos bei den Hausherren läuft, sahen die vielen Zuschauer zum Ende des Satzes. Gersdorf legte nun alle Zwänge bei Seite und spielte – angetrieben von einem guten Thomas Kempt – sicher den Durchgang zu Ende. Heidenau fand schlicht nicht mehr statt und der Satzgewinn ging mit 11:9 an die Gäste. Trainer Torsten Martin vertraute auch im zweiten Spielabschnitt auf seine Startformation. Heidenau ging früh mit drei Punkten in Führung und baute diese bis zum 10:5 weiter aus. Aber erneut lief nicht alles nach Plan. Wieder konnte Heidenau trotz sechs Satzbällen bis zur 10:9-Führung keinen eigenen Punkt mehr erspielen. Mit der letzten Angabe übernahm Kapitän Uwe Jänichen die Verantwortung und setzte ein Ass zum umjubelten Satzausgleich (11:9) ins Gersdorfer Feld. Der Entscheidungssatz verlief danach wenig spektakulär. Heidenau ging wieder schnell in Führung und gab diese bis zum 11:7-Satz- und damit 2:1-Spielgewinn nicht mehr aus der Hand.


Mit dem ersten Spiel der Rückrunde revanchierte sich Gersdorf in 2:0 Sätzen (11:6, 11:6) gegen Kubschütz 2. für die Hinspielniederlage.

 

In Spiel 5 des Tages traf Heidenau erneut auf die Kubschützer Reserve um den ehemaligen Heidenauer Zweitligaspieler Ronald Hoffmann. Heidenau wechselte erstmals das Personal und so kam Jörg Fritzsche für Holger Martin zu seinem ersten Einsatz. Den jungen Kubschützern merkte man die Unerfahrenheit in Sachsens höchster Spielklasse an. Heidenau steigerte sich von Punkt zu Punkt und siegte auch in der Höhe verdient mit 11:2 und 11:4. Damit war dem SSV die Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen.

 

Das für die Tabelle nun bedeutungslos gewordene Spiel zwischen Gersdorf und Heidenau nutzte der Gastgeber, um sich für die anstehenden Alterklassenmeisterschaften einzuspielen. Für den „Jungsenior“ Dirk Hocher rückte Andreas Beer in den Angriff und Holger Martin verstärkte die Abwehrreihe als Mittelmann zwischen Jörg Fritzsche und Torsten Stimper. Die „neue“ M45-Mannschaft brauchte bis zum 8:9 in Satz 1, um sich zu finden. Von da an gelang die Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen und so war es Spielführer Uwe Jänichen, der mit einem Angriffspunkt den 11:9-Satzgewinn perfekt machte. Im zweiten Durchgang hatte Gersdorf nur noch wenig entgegenzusetzen. Heidenau spielte wie aus einem Fluss und siegte verdient mit 11:2 Punkten.

 

Nach einem mit 8:0 Punkten perfekten Spieltag will sich der SSV nicht auf der reizvollen, aber sportlich wertlosen Herbstmeisterschaft ausruhen. Als Tabellenprimus gilt es nun in der Finalrunde gegen den viertplatzierten Langebrücker BSV Farbe zu bekennen. Das zweite Halbfinale der Meisterschaftsrunde, welche noch nicht terminiert ist, bestreitet der FSV Rittersgrün (2.) gegen den Dritten der Oberliga vom SV Kubschütz 1. Für Heidenau ist nun mindestens der Einzug ins Finale das Ziel, um dann eventuell an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga Süd teilnehmen zu können. Dass dies kein Selbstläufer wird, hat man im vorigen Jahr gesehen. Die junge Langebrücker Mannschaft setzte sich damals gegen den Favoriten durch, welcher ohne die in der Endphase der 2. Bundesliga Süd eingesetzten Uwe Jänichen und Dirk Hocher antraten.

 

Zum Herbstmeisterteam des SSV Heidenau 2. am letzten Spieltag gehörten: Uwe Jänichen, Dirk Hocher, Andres Beer, Torsten Stimper, Holger Martin, Andreas Sawusch, Jörg Fritzsche und Spielertrainer Torsten Martin.

 

Stellvertretend für das Team des SSV Heidenau 2. möchte ich mich bei allen Spielern, Trainingspartnern, Freunden des Faustballspiels und Sponsoren für die in diesem Jahr geleistete Unterstützung bedanken und wünsche ALLEN ein Frohes Weihnachtsfest, besinnliche Stunden im Kreise der Familien und einen erfolgreichen Start ins Jahr 2015. Getreu dem alten Faustballmotto: „Beim Faustball geht es nicht um Leben und Tod, es geht um mehr!“, sage ich Servus bis 2015. Euer Dirk

Bild: © Daniel Förster


SSV erfolglos gegen Tabellenführer

6. Spieltag der 2. Bundesliga Süd

 

Neuenbürg. Nicht weniger als 570 Kilometer trennten die Heidenauer Faustballer vergangenen Samstag vom letzten Zweitliga-Spieltag in diesem Jahr. Zur weitesteten Auswärtsfahrt in der aktuellen Spielzeit hatte der gastgebende Tabellenführer TV Waldrennach geladen. So erreichte der SSV nach fast siebenstündiger Anreise den Zielort im schwäbischen Neuenbürg bei Pforzheim. Da Heidenau erst in der zweiten Partie des Tages in das Spielgeschehen eingreifen sollte, hatte man zunächst Gelegenheit, die Waldrennacher Begegnung gegen den zweiten Gast vom TSV Grafenau zu analysieren. In dieser setzte sich nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Satzführung letztlich knapp der Gastgeber in 3:2 Sätzen durch (12:10, 11:7, 10:12, 10:12, 11:3).

 

Im Anschluss trat der SSV gegen Grafenau an, das sich mit ausgeglichenem Punktekonto (10:10) im Tabellenmittelfeld befand. Heidenau benötigte zunächst einige Ballwechsel, um nach der langen Anfahrt spielerisch in der Neuenbürger Stadthalle anzukommen. Ein 2:7-Rückstand war die Konsequenz. Doch der SSV gab nicht auf, sondern kämpfte weiter und glich bei 8:8 aus. Was folgte, waren mehrfach wechselnde Satzbälle für beide Teams. Den letzten verwandelte Grafenau mit Glück zum 15:13. In den Sätzen 2 und 3 steigerte sich danach der TSV, der in den vergangenen Jahren bereits Erstligaerfahrung hatte sammeln können. Mit 11:8 und 11:5 gingen die Durchgänge und damit das Spiel 3:0 an die Schwaben.

 

Im anschließenden Duell des SSV mit Waldrennach waren die Heidenauer in der klaren Außenseiterposition. Und aus dieser sollten sie sich auch nicht befreien können. Bei der 0:3-Niederlage gegen den Tabellenführer (5:11, 6:11, 1:11) wurde ein Klassenunterschied deutlich. Mehr noch zeigte sich allerdings, dass es Waldrennach in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg gelungen ist, die Generationenwende in ihrer 1. Herrenmannschaft zu beenden. In dieser Phase befindet sich die junge Heidenauer Mannschaft noch. Eine solche Entwicklung braucht Zeit und eine weiterhin kontinuierliche Arbeit. Deren Früchte mit einem Klassenerhalt aus eigener Kraft zu ernten, wird für den SSV in dieser Zweitliga-Saison nicht mehr möglich sein. Nach den beiden Niederlagen steht Heidenau faktisch als Absteiger fest. Ob die Mannschaft dennoch in der nächsten Spielzeit in Liga 2 wird auflaufen können, hängt nun maßgeblich von der eigenen Reserve ab. In der Oberliga Sachsen hat das 2. Männerteam des SSV als Tabellenführer beste Aussichten auf den Landes- bzw. Vizemeistertitel. Dieser berechtigt jeweils zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die 2. Bundesliga Süd. So würde ein möglicher Aufstieg der Reserve den Klassenerhalt der 1. Männermannschaft bedeuten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist jedoch völlig offen, ob man diesen Weg wird gehen können und ggf. auch gehen wird.

 

Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Matthias Zirr, Hagen Fischer, Martin Leichsenring, Sebastian Kehrer und Julian Scharf. (Bericht: Martin Leichsenring)


Spitzenreiter erledigt Pflichtaufgaben

Eibau. Zum 3. Spieltag der Oberliga Sachsen reiste das Team des SSV Heidenau 2. als Tabellenführer zum gastgebenden SV Walddorf in die Oberlausitz. Weiterer Kontrahent am gestrigen Sonntag war der SV 1861 Groitzsch. Dabei konnte Trainer Torsten Martin aufgrund von Verletzungen und beruflichen Terminen einiger Stammspieler nicht auf den kompletten Mannschaftskader zurückgreifen.

 

Im Eröffnungsspiel der Hinrunde setzte sich Groitzsch um den ehemaligen Heidenauer Hauptangreifer Daniel Triebe mit 2:0 Sätzen (14:12, 11:3) gegen Walddorf durch.

 

Im Anschluss traf dann das Heidenauer Team seinerseits auf die Fünf vom Gastgeber. Der SSV kam sehr schwer ins Spiel. In der Aufstellung Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff, Andreas Beer und der nach langer Verletzung wiedergenesene Torsten Stimper in der Abwehr sowie Torsten Martin auf der Mittelposition nahmen die Randdresdner erst Mitte des 1. Satzes langsam Fahrt auf. Mit 11:8 Punkten viel der Erfolg ungewohnt knapp aus. Auch Satz 2 war lange ausgeglichen. Jedoch fehlte Walddorf am Ende die individuelle Klasse, um die Satzniederlage mit 11:7 Punkten abzuwenden.

 

Das letzte Spiel der Hinrunde bestritten danach beide Gastmannschaften. Heidenau begann in der Aufstellung des ersten Sieges. Der Liganeuling aus Groitzsch war hoch motiviert und wollte an die guten Leistungen aus dem Walddorfspiel anknüpfen. Doch der SSV hatte die richtigen Antworten auf die Spielzüge der Randleipziger und siegte im ersten Satz mit 11:7. Dass es noch besser geht, zeigte die Heidenauer Fünf in Satz 2. Groitzsch hatte nur selten Zugriff auf das Spiel. In der Konsequent wurde der Satz mit 11:3 Punkten und die Begegnung in zwei Sätzen siegreich durch den SSV beendet.

 

Im ersten Rückspiel setzte sich anschließend erneut Groitzsch mit 2:0 Sätzen (11:1, 12:10) gegen Walddorf durch.

 

Im Anschluss griff nun abermals Heidenau ins Spielgeschehen ein. Trainer Torsten Martin stellte innerhalb des Teams um. So rückte Andreas Beer in den Angriff und Dirk Hocher verstärkte die Abwehrreihe. Mit 11:6 und 11:4 wurde der Gastgeber zum Entsetzen der vielen Zuschauer in Manier eines Spitzenteams besiegt. Die einzelnen Mannschaftsteile harmonierten immer besser und so war es ein um das andere Mal Andreas Beer, welcher mit platzierten Angriffsschlägen das Ballverhältnis für den SSV ausbaute.

 

In der letzten Partie des Tages trafen noch einmal Groitzsch und Heidenau aufeinander. Der SSV spielte anfangs unkonzentriert und leistete sich viele individuelle Fehler. Als sich Groitzsch drei Satzbälle beim Stand von 10:8 sicherte, rotierte Heidenau erneut. Um die kurz geschlagenen Angaben von Daniel Triebe in den Griff zu bekommen, wechselten die Angreifer Uwe Jänichen und Dirk Hocher die Positionen. Nach einer weiteren „kurzen“ Angabe konnte diese nun abgefangen und im Rückschlag durch Uwe Jänichen in einen Punkt für den SSV verwandelt werden. Aber auch die Hintermannschaft spielte nun auf hohem Niveau. Groitzsch gelang nun kein eigener Punkt mehr, so dass der SSV die Satzniederlage noch mit einem 12:10 in der Verlängerung abwenden konnte. In Satz 2 lief Heidenau zur Hochform auf. Nach der besten Saisonleistung wurde nicht nur der Satz mit 11:1 gewonnen, sondern mit einem Tagesergebnis von 8:0 Punkten und 8:0 Sätzen auch die Tabellenführung vor den Verfolgern aus Kubschütz und Rittersgrün souverän verteidigt.

 

Am letzten Hauptrundenspieltag am 21. Dezember 2014 trifft der SSV Heidenau 2. um 10:00 Uhr in eigener Halle auf die Mannschaften vom SSV Blau-Weiß Gersdorf und dem SV Kubschütz 2. (Bericht: Dirk Hocher)


Aufholjagd wird nicht belohnt

5. Spieltag der 2. Bundesliga Süd

 

Heidenau. Zum Beginn der Rückrunde in der 2. Bundesliga Süd bleibt den SSV-Faustballern der erste Punktgewinn weiter verwehrt. Trotz kämpferisch starker Leistung verlieren die Heidenauer in eigener Halle ihre Spiele gegen das Team vom TV Vaihingen/Enz 2. und dem MTV Rosenheim 2. Damit rückt der Klassenerhalt für die Elbestädter in weite Ferne.


In der ersten Partie des Tages empfing der SSV zunächst den TV Vaihingen/Enz 2. Die Reserve des Vaihinger Erstligateams formierte sich mit drei aktuellen bzw. früheren U18-Nationalspielern. Das erste Aufeinandertreffen mit den Randstuttgartern war 0:3 verloren gegangen. Und auch dieses Mal fand der Gastgeber in den ersten beiden Sätzen nur schwer ins Spiel. Der TVV agierte beinahe ausschließlich mit kurz geschlagenen Bällen im Angriff, während die Heidenauer Abwehrreihe zumeist beschäftigungslos aus dem Spiel genommen wurde. So gingen die Sätze 1 und 2 mit 11:5 und 11:4 an die Randstuttgarter. Der SSV reagierte und brachte Sebastian Kehrer für den dritten Durchgang. Zusammen mit Mittelmann und Kapitän Ronni Schulze sollte er fortan die Antwort auf das eindimensionale Stuttgarter Spiel liefern. Denn Heidenau ging erst mit 5:2 in Führung und gab diese bis zum 11:5 nicht mehr aus der Hand. Auch im vierten Satz galt es für die SSV-Spieler, viele kurz geschlagene Angriffsbälle zu erlaufen. Erneut gelang das mit viel Einsatz und Erfolg. Auf dieser Grundlage wurde die Führung bis zu einem 5:0 ausgebaut. Zwar glichen die Vaihinger bei 9:9 noch einmal aus, doch hatte Heidenau bei elf die Nase vorn. Was wohl keiner der Zuschauer in der Halle erwartet hatte, war gelungen – Heidenau hatte einen 0:2-Satzrückstand egalisiert. Der 5. Satz sollte damit die Entscheidung bringen. In diesem musste der SSV anfangs den intensiven Ballwechseln der vergangenen beiden Durchgänge Tribut zollen. Mit 1:7 geriet man in Rückstand. Doch Heidenau bewies erneut Herz, punkte sechs Mal in Folge und glich bei 7:7 aus. Allerdings waren das die letzten Zähler der Mannschaft. Vaihingen konterte und gewann den Satz mit 11:7. So hatte der SSV viel Energie in den 5-Satz-Krimi investiert, ohne sich bei der 2:3-Niederlage für seine Aufholjagd zu belohnen (5:11, 4:11, 11:5, 11:9, 7:11).

 

Im Anschluss traf Vaihingen auf die zweite Gastmannschaft vom MTV Rosenheim 2., die wiederum die Reserve des Erstligateams um Weltmeister Steve Schmutzler stellt. Dabei setzte sich der TVV glatt in drei Sätzen durch (11:3, 12:10, 13:11). Besonders bitter für die Bayern: Beim Matchball prallten zwei Spieler – wiederum bei einem kurz geschlagenen Angriff der Vaihinger – beim Sprung nach dem Ball gegeneinander. Danach blieb Hauptangreifer Maximilian Kallupp benommen liegen. Zwar konnte er das Spielfeld aufrechten Ganges verlassen; für das folgende Duell gegen Heidenau stand er jedoch nicht mehr zur Verfügung.


Der SSV sollte anschließend im dritten Spiel des Tages kein Kapital aus der Schwächung der Rosenheimer ziehen können. Bis zum 6:6 verlief der erste Satz ausgeglichen. Danach setzten sich die Bayern ab und zogen zum 11:7 davon. Die beiden Folgesätze gingen danach ebenfalls mit jeweils 3:11 an den MTV. In diesen Spielabschnitten wurde einmal mehr deutlich, warum Heidenau in dieser Spielzeit bisher punktlos am Tabellenende der 2. Liga verharrt. Den vier mehrheitlich noch sehr jungen SSV-Angreifern fehlt es momentan an der Konstanz, Präzision und Durchschlagskraft, die für die Spielklasse notwendig sind. Mehr noch wird die Fähigkeit gesucht, in den entscheidenden Situationen die Big Points zu setzen. Dass ihnen das nicht allein in Trainingsspielen gelingt, können sie schon in der nächsten Woche beweisen. Bei der weitesten Auswärtsreise in dieser Saison warten im über 570 Kilometer entfernten Neuenbürg (bei Pforzheim) der Tabellenführer TV Waldrennach sowie der aktuell fünftplatzierte TSV Grafenau.

 

Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Martin Leichsenring, Sebastian Kehrer, Matthias Zirr, Hagen Fischer und Julian Scharf. (Bericht: Martin Leichsenring)


Bild: © Martin Leichsenring


SSV-Faustballer verlieren Anschluss

4. Spieltag der 2. Bundesliga Süd

 

Frammersbach „Another black Saturday.“ Es hätte keine treffendere Zusammenfassung als den Vers aus dem Titel von Mando Diao geben können, der die Heidenauer Faustballer auf den ersten Metern ihrer Heimreise im Radio begleitete. Beim Auswärtsspieltag im unterfränkischen Frammersbach hatte man zuvor mit dem Gastgeber und der Mannschaft vom TV Unterhaugstett erneut gegen zwei Ligakonkurrenten das Nachsehen.

 

Zum Ende der Hinrunde traten diese zunächst gegeneinander an. Dabei setzte sich das Team vom TVU klar mit 3:0-Sätzen gegen die in der Tabelle bisher zweitplatzierte, junge Frammersbacher Mannschaft durch (11:4, 11:9, 11:5). Angeführt vom 35-fachen deutschen Nationalspieler Christian Erlenmayer im Angriff hatten die Bayern nur selten den wuchtigen Schlägen der Unterhaugstetter etwas entgegenzusetzen.

 

Ohne den beruflich verhinderten Hauptangreifer Matthias Zirr und den verletzten Heiko Fischer in der Abwehr startete danach Heidenau sichtlich beeindruckt gegen die Schwaben in den Spieltag. Beim 1:11 im ersten Satz bekam man zu keiner Zeit Zugriff auf die gegnerischen Überschläge. Der SSV reagierte und brachte im zweiten Durchgang Julian Scharf für Hagen Fischer in das Heidenauer Angriffsspiel. Mit Erfolg. So baute man zunächst die eigene Führung auf 5:1 aus. Bei 10:7 hatte Heidenau die ersten Satzbälle. Doch setzte sich danach die individuelle Klasse der Unterhaugstetter durch, die sich den Satz knapp mit 13:11 sicherten. Heidenau kämpfte weiter und leistete in Durchgang 3 weiter Wiederstand. Zwei Mal in Folge ließ Sebastian Kehrer dabei Christian Erlenmayer mit einem Rundschlag auf dessen Flanke sichtlich bedient zurück. Es sollte nicht reichen, denn mit dem Punkt zum 11:9 entschied der TVU den Satz und damit das Spiel mit 3:0 für sich (11:1,13:11, 11:9).

 

Im dritten Spiel des Tages wartete danach der TuS Frammersbach auf den SSV. In den ersten beiden Sätzen fanden die Heidenauer nicht zu ihrem Spiel. Mit zahlreichen Eigenfehlern im Abwehrverhalten gingen die Durchgänge mit 11:4 und 11:3 an die Gastgeber. Auch der dritte Satz brachte bis zum 9:5 für Frammersbach keine Besserung. Erst dann zeigte Heidenau Moral, punkte sechs Mal in Serie und verkürzte mit einem 11:9 auf 1:2 nach Sätzen. Im vierten Spielabschnitt verlor Heidenau Frammersbach zunächst bei 1:5 außer Reichweite. Bei 7:10 folgten die ersten Matchbälle für Frammersbach. Zwei gelang es anschließend abzuwehren. Der Dritte besiegelte mit 1:3 die zweite Niederlage für Heidenau an diesem erneut schwarzen Samstag (4:11, 3:11, 11:9, 9:11).

 

Fazit: Nach den ersten vier Spieltagen muss die Heidenauer Bundesliga-Mannschaft eine der schlechtesten Hinrunden ihrer Abteilungsgeschichte bilanzieren. Mit acht Niederlagen und lediglich fünf gewonnenen Sätzen hat man in der Tabelle den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verloren. Einfache Fehler im Spielaufbau – sowohl in der Vorder- als auch in der Hinterreihe – bringen den SSV noch zu oft um den Lohn seiner Arbeit. Der Verbleib in der 2. Bundesliga Süd ist für Heidenau zwar auch weiterhin möglich. Dafür aber ist man zum Siegen verdammt beim nächsten Heimspieltag am kommenden Samstag. In der Sporthalle am Pestalozzi-Gymnasium Heidenau trifft die Mannschaft um 15:00 Uhr auf den TV Vaihingen/Enz 2. und den MTV Rosenheim 2.

 

Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Hagen Fischer, Julian Scharf, Martin Leichsenring und Sebastian Kehrer. (Bericht: Martin Leichsenring)


SSV Heidenau II festigt Spitzenplatz in der Oberliga Sachsen

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball

Am 2. Spieltag der Oberliga Sachsen trafen die bisher noch verlustpunktfreien Spitzenteams aus Rittersgrün und Kubschütz in einer Hin- und Rückspielrunde auf den Tabellenführer und Gastgeber vom SSV Heidenau II.

 

Das Eröffnungsspiel bestritten die beiden Gastmannschaften. Nachdem im 1. Satz Rittersgrün mit einer ständigen Führung im Rücken die Verlängerung benötigte, um mit 12:10 zu gewinnen, machten es die Randbautzener im 2. Satz den Erzgebirglern einfach und ergaben sich mit 4:11 und somit in 0:2 Sätzen.

 

In der zweiten Runde stand nun die Heidenauer Bundesligareserve gegen den SV Kubschütz auf dem Parkett. Ohne den etatmäßigen Hauptangreifer und Kapitän Uwe Jänichen mussten es die Mannen um Torsten Martin richten. Nach einem Start nach Maß und einer Satzführung von 4:2 trumpften die Kubschützer um ihren Hauptangreifer Dominic Döcke in der Folge auf und sicherten sich Satz 1 mit 11:9. Auch im 2. Satz kam Heidenau nicht in Schwung. Immer wieder konnten die Angaben des Heidenauer Angreifers Andreas Beer abgefangen und in eigene Punkte verwandelt werden. Zum Erstaunen der vielen Zuschauer ergab sich Heidenau fast kampflos und verlor auch in dieser Höhe gerecht mit 4:11.

 

Im letzten Spiel der Hinrunde kam nun auch Heidenaus Kapitän Uwe Jänichen zum Einsatz. Trainer Torsten Martin vertraute nun auf die komplette Männer 35+ Mannschaft. Anfangs lief beim SSV noch nicht viel zusammen und so konnte sich Rittersgrün den 1. Satz mit 11:9 sichern. Nach einer kleinen „Krisensitzung“ und angefeuert vom Publikum spielte nun der SSV einem Champion würdig. Mit 11:4 überrollte der Gastgeber die Rittersgrüner Fünf. Im Entscheidungssatz war es nur anfangs spannend. Ab dem 5:2 spielte nur noch der SSV und konnte seine ganze Routine zum 11:5 Satzgewinn und somit 2:1 Spielgewinn in die Waagschale bringen.

 

Mit jeweils 2:2 Punkten gingen alle drei Mannschaften in die Rückrunde.

 

Den Auftakt bestritten wieder die Gastmannschaften, wobei sich die Kubschützer für die Hinspielniederlage revanchierten und mit 11:7 und 11:7 den Spieß gegen Rittersgrün umdrehten.

 

Beflügelt von den nunmehr 4:2 Punkten und der vorläufigen Tabellenführung in der Oberliga setzte Kubschütz in Satz 1 die ersten Akzente gegen den Gastgeber. Heidenau hatte Mühe, die platzierten Angaben von Dominic Döcke in den Griff zu bekommen. Nach ständig wechselnder Führung kam die Entscheidung erst in der Verlängerung des 1. Satzes. Zwei sichere Annahmen von Holger Martin in der Abwehr verwandelte Uwe Jänichen mit zwei kurz geschlagenen Angriffsvarianten zum umjubelten Satzgewinn von 13:11. Im 2. Satz hatte Kubschütz nicht mehr viel entgegenzusetzen. Immer wieder konnte Heidenau aus einer sicheren Abwehr aufbauen und durch direkte Angriffe punkten. Mit 11:5 sicherte sich der SSV nicht nur den zweiten Satz, sondern auch weitere zwei Zähler.

 

Im abschließenden Spiel trafen noch einmal Rittersgrün und Heidenau aufeinander. Entgegen des Hinrundenspiels stand die Abwehr des SSV um Andreas Beer, Holger Martin und Torsten Martin sicher. So konnte ein um das andere Mal die Heidenauer Vordermannschaft punkten und den Satz mit 11:4 gewinnen. Rittersgrün variierte in Satz 2 noch einmal ihr Spiel. Aus der Angabe heraus wurde immer wieder der Heidenauer Spielführer Uwe Jänichen angespielt. Doch Heidenau stellte sein Spiel ebenfalls um und kam immer wieder durch den zweiten Angreifer Dirk Hocher zu direkten Punkten. Als sich dann noch der Rittersgrüner Zuspieler Sören Hauf verletzte, hatte Heidenau alles im Griff. Mit 11:5 sicherte sich die Heidenauer Bundesligareserve nicht nur den Satz, sondern auch das Spiel.

 

Mit nunmehr 14:2 Punkten führt der SSV Heidenau II die Oberliga Sachsen vor dem SV Kubschütz (12:4) und dem Langebrücker BSV (12:4) an. Am 7. Dezember 2014 reist der SSV dann nach Eibau, wo der SV 1861 Groitzsch (7.) und der SV Walddorf (6) die nächsten Gegner sind.

 

Zum Kader des SSV gehörten: Andreas Sawusch, Jörg Fritzsche, Torsten Götz, Holger und Torsten Martin, Uwe Jänichen, Dirk Hocher und Andreas Beer (Bericht: Dirk Hocher).


Zwei 5-Satz-Krimis für SSV-Faustballer

Heidenau Am 3. Spieltag der 2. Bundesliga Süd empfing der SSV die Teams vom TV Heuchlingen und vom TV Augsburg in eigener Halle. Dabei traf man zunächst auf Heuchlingen. In der Spielzeit 2013/14 hatte man beide Begegnungen gegen die Schwaben mit 3:1 für sich entscheiden können.

 

Entsprechend selbstbewusst ging man in die erste Partie. Nach 29 gespielten Bällen konnte Heidenau den ersten Satz mit 15:14 für sich verbuchen. Und auch im zweiten Durchgang machte der SSV deutlich, wer Herr im Haus ist. Allerdings sollten zwei Satzbälle beim Stand von 10:8 und 12:11 letztlich nicht reichen, denn Heuchlingen konterte und nutzte Heidenauer Fehler. So ging der Spielabschnitt in der Verlängerung mit 12:14 an die Gäste. Der 3. Satz blieb anschließend bis zum 6:6 völlig offen. Ab da an spielte Heidenau wie aus einem Guss und zog mit einer geschlossen guten Mannschaftsleistung zum 11:6 davon. Ein Satz trennte den SSV damit noch vom ersten Saisonsieg. Heuchlingen aber leistet weiterhin Widerstand und setzte sich zunächst bei 2:5 ab. Diesen Vorsprung verteidigte man und gewann den Durchgang mit 8:11. Der fünfte Satz musste damit die Entscheidung bringen. In diesem lag Heidenau bis zum 4:7 zurück, um kurz darauf mit fünf Punkten in Folge in Führung zu gehen. Bei 10:9 hieß es „Satz- und Spielball Heidenau“. Doch durch einen Annahmefehler der Vordermannschaft blieb Heuchlingen im Spiel. Der SSV kämpfte weiter und errang mit dem 11:10 den nächsten Spielball. Auch dieser wurde abgewehrt. Mehr noch witterten die Schwaben nun Morgenluft und gingen ihrerseits 11:12 in Front. Nach zahlreichen hochdramatischen Ballwechseln nutzte dann Heuchlingen seinen Matchball und entschied die Partie knapp für sich. Die Enttäuschung der Heidenauer und seines Anhangs war danach greifbar. Trotz zweier Spielbälle musste man sich nach einer starken Leistung mit 2:3 geschlagen geben (15:14, 12:14, 11:6, 8:11, 11:13).

 

Im Anschluss traf der zweite Gast vom TV Augsburg auf Heuchlingen. In vier Sätzen setzten sich die Bayern mit 3:1 durch (6:11, 11:9, 12:10, 11:9). Dabei trat der Erstligaabsteiger ohne seinen langjährigen Angreifer Maximilian Horber an, der gegenwärtig für den österreichischen Erstligisten FBC ASKÖ Urfahr aktiv ist.

 

Im dritten Spiel des Tages warteten schließlich die Augsburger auf den SSV. Heidenau fiel zunächst zurück und drohte Augsburg bei 4:7 außer Reichweite zu verlieren. Vier direkte Punkte der Sachsen egalisierten aber den Rückstand und brachten den Gastgeber in Führung. Es mochte anschließend bezeichnend für diesen Spieltag gewesen sein, dass Heidenau drei Satzbälle ungenutzt verstreichen ließ. Der vierte jedoch markierte den 15:13-Satzgewinn für den SSV gegen die vor der Partie klar favorisierten Bayern. Beflügelt nahmen die Heidenauer den Schwung mit in den zweiten Durchgang. In diesem agierte man – wie über weite Phasen des Spieltages – aus einer robusten Abwehr heraus. Ronni und Jan Schulze sowie Martin Leichsenring kreierten im Spielaufbau immer wieder gute Vorlagen, die Matthias Zirr und Hagen Fischer beinahe nach Belieben im gegnerischen Feld verwandelten. Nach einem 9:2-Zwischenstand gewann Heidenau schließlich auch den zweiten Satz mit 11:5. Wiederum hatten es die Heidenauer in der Hand, mit einem weiteren Satzgewinn das Spiel gegen die resignierenden Augsburger für sich zu entscheiden. Im dritten Durchgang aber riss der Spielfaden des SSV und der Erstligaabsteiger formierte sich neu. Nach einem zu hohen Rückstand nahm Heidenau Tempo aus dem Spiel, um sich für den nächsten Satz zu schonen. Mit 2:11 wurde der dritte Satz daher deutlich abgegeben. Mit neuem Schwung startete Heidenau danach in den vierten Satz und ging schnell mit 6:3 in Führung. Fünf Punkte trennten den SSV vom Spielgewinn. Augsburg aber startete angetrieben von seinem früheren U18-Weltmeister Benjamin Wehle eine Serie und glich bei 6:11 nach Sätzen mit dem SSV aus. Erneut sollte es damit ein 5-Satz-Krimi werden, in dessen letzten Spielabschnitt sich Heidenau zunächst mit 5:3 absetzte. Bei 6:6 glich Augsburg aus, um sich anschließend in einen Rausch zu spielen. So blieb es Heidenau nicht mehr vergönnt, noch einen weiteren Zähler für sich zu erkämpfen. Das 6:11-Satzende besiegelte damit auch die zweite bittere 2:3-Niederlage für die SSV-Faustballer an diesem Tag (15:13, 11:5, 2:11, 6:11, 6:11).

 

Fazit: Nach zwei intensiv geführten Begegnungen, in denen der SSV über die maximale Distanz von zehn Sätzen gehen musste, steht Heidenau auch weiterhin ohne Punktgewinn am Tabellenende. Die Situation der Elbestädter spitzt sich so mit den Niederlagen 5 und 6 weiter zu. Dennoch geht aus diesem Spieltag auch ein klares Signal für den weiteren Saisonverlauf hervor. Die Heidenauer glauben an sich und die Süd-Staffel muss nach den ersten vier Satzgewinnen weiter mit dem SSV rechnen. Bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten hatte man das Feld noch von hinten aufgemischt und den Klassenerhalt gefeiert. In zwei Wochen sind dafür jedoch Siege gegen die TuS Frammersbach und den TV Unterhaugstett mehr denn je Pflicht.

 

Für den SSV spielten Matthias Zirr, Ronni Schulze, Jan Schulze, Martin Leichsenring, Hagen Fischer, Julian Scharf und Sebastian Kehrer. (lei)

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball


SSV-Faustballer chancenlos gegen Tabellenführer

Grafenau Am 2. Spieltag der 2. Bundesliga Süd wartete auf den SSV die zweite lange Auswärtsfahrt. Nach einer wie in der Vorwoche fünfstündigen Anreise erreichten die Heidenauer am frühen Samstagnachmittag das württembergische Grafenau, in dem sie auch auf den aktuellen Tabellenführer aus Waldrennach treffen sollten.

 

In der ersten Partie des Tages trat dieser zunächst gegen den Gastgeber an. Nach 50 Minuten entschied der TVW das Spiel glatt in drei Sätzen für sich (11:6, 12:10, 12:10). Damit untermauerte man einmal mehr, dass das Ziel der Mannschaft auch in dieser Saison nur der Weg in die 1. Bundesliga sein kann. In der vergangenen Spielzeit war man in den Aufstiegsspielen gescheitert.

 

Im Anschluss stand die Begegnung zwischen dem SSV und Waldrennach auf dem Programm. Dabei konnte Heidenau auf den nach seiner Knieverletzung wieder einsatzbereiten Routinier Jan Schulze zurückgreifen. Er fügte sich in eine an diesem Tag gut stehende Abwehrreihe ein. Den Unterschied allerdings machte Waldrennach im Angriffsspiel an der Leine, bei dem man mit Übersicht und Durchschlagskraft die Mehrzahl der Blockduelle nach Belieben dominierte. Heidenau reagierte und brachte im dritten Durchgang Neuzugang Julian Scharf ins Spiel. Bei seinem Zweitliga-Debüt setzte der erst 18-Jährige mit drei direkten Angabenpunkten erste Akzente. Der Spielfluss der Waldrennacher blieb jedoch ungebrochen, so dass sich das Team um Carsten Scheerer – Spieler des erweiterten Kaders der deutschen Männer-Nationalmannschaft – letztlich verdient mit 3:0 Sätzen durchsetzte (11:4, 11:3, 11:6).

 

In der dritten Partie traf der SSV danach auf den punktgleichen TSV Grafenau. In der Hallensaison 2013/14 hatte Heidenau einen der beiden Fünfsatz-Krimis gegen die Schwaben für sich entscheiden können. Und auch in dieser Spielzeit blieb der erste Satz bis zum 9:9 völlig offen. Durch eine starke kämpferische Leistung aller Mannschaftsteile hatte man zuvor immer wieder die Führung übernommen. Nach einem folgenschweren Abstimmungsfehler zwischen der Vorder- und Hintermannschaft bei einem kurz geschlagenen Angriff des TSV gingen allerdings erst der Satzball und schließlich auch der Durchgang mit 11:9 an Grafenau. Beflügelt zog Grafenau zu Beginn des zweiten Satzes mit 5:1 davon und verteidigte den Vorsprung bis zum 11:7. Hatte Heidenaus Angriff bereits zu diesem Zeitpunkt spürbar an Schlagkraft und Präzision verloren, so kamen im dritten Spielabschnitt zusätzlich Eigenfehler hinzu. In der Konsequenz besiegelte ein 2:11 die 0:3-Niederlage.

 

Fazit: Im Vergleich zur Vorwoche konnte der Spielaufbau des SSV wesentlich verbessert werden. Seine Zweitligareife vermissen lässt nunmehr noch der Angriff, der seine starke Frühform der Oktober-Wochen nicht hat konservieren können. In den kommenden Trainingseinheiten wird weiter intensiv gearbeitet, um am nächsten Samstag um 15:00 Uhr die ersten Punkte beim Heimspieltag in der Sporthalle am Pestalozzi-Gymnasium Heidenau einzufahren. Gegner sind der TV Heuchlingen und der TV Augsburg. Gewinnen ist dann mehr denn je Pflicht, um nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren. Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Heiko Fischer, Hagen Fischer, Matthias Zirr, Julian Scharf und Martin Leichsenring. (lei)

Bild: © SSV Heidenau e.V., Abteilung Faustball


Fehlstart für SSV-Faustballer

Vaihingen/Enz Der 1. Spieltag der 2. Bundesliga Süd unter dem Hallendach führte die Faustballer des SSV Heidenau in den Stuttgarter Raum zur 2. Mannschaft des TV Vaihingen/Enz. Neben den Gastgebern komplettierte mit dem MTV Rosenheim II. ein weiterer Liganeuling das Starterfeld.

 

Nach dem Vereinswechsel der Heidenauer Faustballer vom HSV zum SSV ist es auch in dieser Spielzeit das erklärte Ziel, mit einem Platz im Tabellenmittelfeld die Klasse sicher zu halten. Umso wichtiger sollte es daher sein, bereits zum Ligaauftakt die ersten Punkte gegen die beiden Aufsteiger zu holen. Dass es sich weder bei Vaihingen/Enz noch bei Rosenheim um vermeintlich lösbare Aufgaben handeln würde, war den Mannen um Trainer Torsten Martin bereits im Vorfeld klar. Beide Kader stellen die Erstligareserve ihrer 1. Herren-Teams. Mehr noch wartete Vaihingen/Enz mit drei früheren U18-Nationalspielern auf, die Heidenau im ersten Spiel des Tages immer wieder vor Herausforderungen stellen sollten.

 

So fand der SSV gegen den TVV in den ersten beiden Sätzen zu keiner Zeit zu seinem Spiel. Mit 5:11 und 4:11 nutzten die Gastgeber ihren Heimvorteil. Dabei machten auf dem sehr harten Hallenboden vor allem die cleveren Angriffsschläge der Vaihinger den Unterschied. Gleichzeitig gelang es den Heidenauer Überschlägern nicht, an die guten Trainingsleistungen der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Erst im dritten Durchgang entwickelte man mit den eigenen Angaben den notwendigen Druck, um den Satz bis zum 7:7 ausgeglichen zu gestalten. Individuelle und taktische Fehler führten allerdings bei 8:11 zur letztlichen 0:3-Niederlage.

 

Für die Spielanalyse blieben anschließend nur 15 Minuten, denn auch im zweiten Spiel des Tages war der SSV gesetzt. Gegen den MTV Rosenheim II. glich der Spielverlauf dem der ersten Begegnung. Jeweils mit 5:11 wurden die beiden ersten Sätze durch Eigenfehler aller Mannschaftsteile an die Bayern abgegeben. Wiederum erst im dritten Satz steigerte sich der SSV und hielt das Spiel bis zum 9:9 offen. In den entscheidenden Momenten zeigte allerdings erneut der Gegner das größere Durchsetzungsvermögen. In der Konsequenz gewann der MTV den dritten Durchgang verdient mit 11:9 und damit das Spiel 3:0. Das dritte Spiel des Tages entschied ebenfalls Rosenheim mit 3:1 gegen Vaihingen für sich.

 

Fazit: Dem SSV ist es zum Saisonstart nicht gelungen, das eigene Leistungsvermögen abzurufen. Dass das Potenzial vorhanden ist, um das Projekt Klassenerhalt wie in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich zu beenden, steht jedoch für die junge Mannschaft außer Frage. Wie in der Vergangenheit zeigt sich jedoch erneut eine bekannte Problematik: Nach einer organisatorisch nicht anders lösbaren, taggleichen Anreise über 525 Kilometer und einer Fahrtzeit von fünf Stunden ist es nur schwer möglich, anschließend Spitzensport zu zelebrieren.

 

Mit 0:4 Punkten und 0:6 Sätzen liegt der SSV vorerst auf dem vorletzten Tabellenplatz. Schon in der nächsten Woche soll dieser beim nächsten Auswärtsspieltag im württembergischen Grafenau verlassen werden. Für den SSV spielten Ronni Schulze, Heiko Fischer, Martin Leichsenring, Hagen Fischer, Matthias Zirr, Sebastian Kehrer und Julian Scharf. (Bericht: Martin Leichsenring)


Wir freuen uns, Euch mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden den neuen Hauptsponsor der SSV-Faustballer vorstellen zu können!